Vor 2500 Zuschauern gingen dem THW Kiel in Flensburg am Ende die Kräfte aus

20 Feb

Die U19-Handballer des THW Kiel haben das Nordderby der A-Jugend-Bundesliga Nord bei der SG Flensburg-Handewitt lange auf Augenhöhe geführt, am Ende unterlagen die Jung-Zebras beim Tabellendritten jedoch mit 23:27 (13:14).
Am „Tag der Youngster“ ließen sich die Kieler von der enormen Kulisse mit 2500 Zuschauern nicht beeindrucken. Vielmehr waren es die Hausherren, die Nerven zeigten und dem Kieler Rückraum, dem Hannes Glindemann einmal mehr als kluger Lenker Struktur gab, zunächst nichts entgegenzusetzen hatten. In der Kieler Abwehr wurde das Fehlen Ferris Klotz ordentlich kompensiert. Nach 15 Minuten führten die Kieler mit 8:5, doch die höchste Kieler Führung war gleichzeitig der Wendepunkt. Flensburg biss sich, beflügelt von einem euphorischen Publikum, in die Partie zurück, ging in Führung (14:12, 27.), konnte die Jungzebras aber nicht entscheidend abschütteln.
Bis zur 45. Minute blieb das auf hohem Niveau geführte Match offen. Das Team des Trainerduos Michael Haß/„Pitti“ Petersen leistete sich kaum Fehler, spielte konzentriert, musste in der Schlussphase aber dem Kräfteverschleiß Tribut zollen. Die Defensive fand keinen Zugriff mehr auf die Flensburger, die von 20:19 (45.) auf 26:20 (57.) davonzogen. So blieb die Überraschung zwar aus, als Sieg der Moral taugte die knappe Niederlage gegen den Favoriten aus Trainersicht aber allemal: „Wir haben wie schon gegen die Füchse eine starke Mannschaftsleistung abgeliefert“, sagte Haß, der die Topteams nicht als Gradmesser sieht, sondern den Fokus auf die Matches gegen die direkte Konkurrenz um den sechsten Tabellenplatz richtet: „Das macht viel Mut. Wir sind in unserer Entwicklung dank der letzten, wenn auch verlorenen Spiele ein ganzes Stück weiter gekommen.“KN- akü

THW: Spach, Schmidt – Haß 5/3, Thal 2, Glindemann, Bruse 1, Stegmann, Haack 2, Hossu 4, Markovski 2, Sharnikau, Liedtke 2, Martin 3, Bergemann 2/1.

U19 – Aufholjagd der U19-Zebras kam zu spät

12 Feb

fuechse_kielDie U19-Zebras kassierten am 16. Spieltag der A-Jugend-Bundesliga Nord zwar die erwartete Niederlage bei den Füchsen Berlin, verkauften ihr Fell beim 25:29 (10:15) aber teuer und verließen die Hauptstadt mit dem guten Gefühl, den zweiten Durchgang mit 15:14 für sich entschieden zu haben.
Kurzfristig musste das Trainergespann „Pitti“ Petersen/Michael Haß den Ausfall von Mittelmann und Regisseur Hannes Glindemann (Grippe) kompensieren, Abwehrchef Ferris Klotz fehlte ebenso. Mit Nisse Witt (Team U17) und Fabian Thal, der ein starkes Debüt mit längerer Einsatzzeit feierte, rückten daraufhin in den Kader.
Die Zebras verschliefen die Anfangsphase nahezu komplett und ließen sich von den Hausherren überlaufen. Beim 2:8 (10.) deutete alles auf eine herbe Klatsche hin, ehe Klas Bergemann die fünfminütige Kieler Torflaute beendete und die Aufholjagd einläutete. Die Kieler fanden zu Moral und Kampfgeist, die Rückraumachse mit Jannes Haack, Cälin Hossu und Fabian Thal harmonierte immer besser, so dass die Gäste zum ebenbürtigen Gegner wurden. Ersatz-Regisseur Haack verdiente sich ein Sonderlob seines Trainers: „Er war gefordert und hat geliefert!“
Beim 12:15 (35.) waren die Kieler wieder auf Tuchfühlung und belohnten sich für geduldig herausgespielte Chancen. „Wir haben uns nie abschütteln lassen“, lobte Haß sein Team, das ihn als Kollektiv überzeugte, den Rückstand aus der ersten Halbzeit aber nicht mehr egalisieren konnte. „Wir haben uns gegen die großen Füchse wirklich gut geschlagen, das macht Hoffnung für das nächste Match gegen Flensburg“, so Haß.  (Kieler Nachrichten – akü)

THW U19: Spach, Schmidt – Haß 2, Thal 4, Witt, Bruse, Stegmann 4, Haack 5, Hossu 5, Markovski 2, Liedtke, Martin, Bergemann 3/2.

#the road to algeria – Pitti mit zur Junioren WM in Algerien

8 Feb

2017-01-08-14-47-04KLAUS-DIETER PETERSEN WIRD CO-TRAINER DER DHB-JUNIOREN

Klaus-Dieter „Pitti“ Petersen Ex-Nationalspieler und Koordinator der Nachwuchsarbeit beim Handball-Rekordmeister THW Kiel, wird ab sofort auch wieder für den Deutschen Handballbund aktiv sein: Petersen wird Assistent des neuen DHB-Junioren-Nationaltrainers Erik Wudtke.

Mit Klaus-Dieter Petersen kehrt einer der erfolgreichsten deutschen Handballer ins Trainerteam des Deutschen Handballbundes zurück. Der 48-Jährige bestritt 340 Länderspiele, war 2004 Europameister und Olympiazweiter und gewann neun Deutsche Meisterschaften. Als DHB-Trainer führte Petersen die Jahrgänge 1990 sowie 1994 und jünger jeweils zum Gewinn der U18-Europameisterschaft. Seit 2015 arbeitet Petersen als Nachwuchskoordinator des THW Kiel sowie als Sportlicher Leiter bei den Handball-Camps. „Neben der Ausbildungsarbeit im DHB-Lehrwesen nun mit Erik Wudtke ein Team zur nächsten Junioren-WM in Algerien zu führen, ist eine tolle Herausforderung in den nächsten Monaten“, sagt Petersen.

Weitere Infos auf der Bundesliga Homepage: Link

Auf dem Weg zur Junioren WM im Sommer 2017 wollen wir das Team und die Trainer nun begleiten. In einer kleine Serie – #the road to algeria – wird unser Nachwuchskoordinator euch über seine Erfahrungen im internationalen Nachwuchshandball berichten.

Euer Team Öffentlichkeitsarbeit

Junge Talente und ganz viel Potenzial

7 Feb
Am Ernst-Barlach-Gymnasium gibt es spezielle Sportklassen – Auf dem Stundenplan steht unter anderem viel Handball
Wir wollen natürlich auch mehr Nachwuchs aus Kiel haben – auf und abseits des Spielfeldes. Klaus-Dieter „Pitti“ Petersen, THW-Nachwuchstrainer
7.45 Uhr. Schon in der ersten Schulstunde steht für eine Gruppe Fünft- und Sechstklässler des Ernst-Barlach-Gymnasiums (EBG) am Dienstagmorgen Sport auf dem Stundenplan. Die Besonderheit: Das ist nicht irgendeine x-beliebige Sportstunde. Zwei Mal die Woche absolvieren 14 sport- und besonders handballbegeisterte Jungs in der Wiker Tallinnhalle ein Handballtraining mit THW-Nachwuchstrainer Klaus-Dieter „Pitti“ Petersen und dem FSJler sowie Bundesligaspieler David Meurer.Der Huddle (englisch für Haufen) bezeichnet die Versammlung der Spieler, bei dem Trainingsübungen und Hinweise besprochen werden. Hier mit den Trainern David Meurer (THW Kiel) und Moritz Haß (Handball-Camps)

Die Handball-Gruppe aus zwei Sportklassen des EBG, die durch die grassierende Erkältungswelle ein wenig dezimiert ist, wärmt sich bei einer Runde Parteiball auf, wobei laut THW-Urgestein Petersen gleich die Grundtechniken „Passen“ und „Fangen“ trainiert werden. Die Kinder, so erklärt er, fangen mit einfachen, Handball-ähnlichen Spielvarianten an, in denen die jungen Sportler sich abwechselnd gängige Abläufe aneignen oder einfach nur spielen sollen. Ob beim Spielen Zwei gegen Zwei oder Drei gegen Zwei: Die Schüler lernen besonders durch häufige Wiederholungen die Grundlagen des Handballspiels, sie üben Sprungwürfe, steigern sich aber auch in puncto Laufkoordination und Vielseitigkeit.
Ein weiteres Spiel soll neben der Wurftechnik der Jung-Handballer ihr Entscheidungsverhalten schulen: Während des Angriffs auf das Tor müssen sie blitzschnell einschätzen, was die richtige Lösung ist: werfen oder abspielen?
Obwohl es hier noch hauptsächlich um den Spaß am Ballsport geht, können die THW-Trainer in solchen Situationen die Qualitäten der Nachwuchsspieler schon ansatzweise erkennen: „Technik anwenden können letztlich viele, aber die richtige Entscheidung treffen, das macht dann auch das Talent aus“, unterstreicht Petersen. „Freie Bälle erkämpfen“ mache den Jungs natürlich am meisten Spaß, doch man könne dabei auch schon das Bewegungsgefühl und das Ballgefühl des Einzelnen beobachten. „Und man merkt, wer diese Persönlichkeit hat, die sportlich einfach schon mehr will. Diesen Ehrgeiz und die Motivation braucht man da.“
Sportklassen gibt es nun seit drei Jahren am EBG. Die Schüler können zwischen vier verschiedenen Sportarten wählen, in denen sie besonders gefördert werden: Neben Handball sind das Fußball, Leichtathletik und Volleyball. Dass die Schule dabei eng mit Vereinen zusammenarbeitet, sei „einmalig in Kiel“, sagt Uwe Thomsen, Koordinator der Sportklassen. Das Konzept dazu entwickelte er vor fünf Jahren gemeinsam mit Fabian Müller, dem Leiter des Nachwuchsleistungszentrums von Holstein Kiel in Projensdorf. Damals haben Schule und Verein begonnen zu überlegen, wie sie leistungsorientierte Jungsportler optimal fördern können, ohne die Schule zu vernachlässigen.
Als das Projekt im Schuljahr 2014/15 startete, war neben Holstein Kiel auch der KTB (Leichtathletik) mit von der Partie. Im zweiten Jahr kamen mit dem THW und dem Wiker SV (Volleyball) weitere Kooperationspartner hinzu. Mittlerweile gibt es bereits die dritte Sportklasse am EBG. Sie ist besonders als Angebot für sportbegeisterte und leistungsorientierte Mädchen und Jungen gedacht und soll bis zur 9. Jahrgangsstufe weiterlaufen. Verfolgt werden Zielsetzungen wie Fitness, Koordination und Spielfähigkeit. Wie das funktioniert? „Die Sportklassen haben drei Stunden regulären Sportunterricht in der Woche. Dazu kommen zwei Zusatzstunden bei den Vereinen“, erklärt Thomsen.
Ein Vorteil für das EBG: Für die zusätzlichen Stunden stellen die Vereine die Trainer, „dadurch haben wir keine Kosten“. Außerdem kümmern sie sich zum Teil um den Transport. Für die Vereine dürfte sich das Training auszahlen: „Bei manchen dachte man vorher, dass sie noch nie einen Ball in der Hand hatten. Da sieht man jetzt schon einen Effekt“, berichtet David Meurer, der das Handballtraining leitet. Der Ehrgeiz bringe die Sportklasse weiter, die auch an Turnieren teilnimmt. Und durch den erhöhten Trainingsumfang, so ergänzt Petersen, habe die Gruppe einen gewissen Vorsprung in Sachen Technik. Ein Vorteil für Vereine wie den THW, die gerne mehr Nachwuchs aus Kiel hätten. (Kieler Nachrichten-Isabelle Breitbach)

Enge Zusammenarbeit mit Vereinen ist einmalig in Kiel

U19 – Jungzebras nur zehn Minuten auf Augenhöhe

6 Feb

Handball-Bundesliga: Klare Niederlage gegen Spitzenreiter Burgdorf – Nach Verletzungen ging nichts mehr

Am 15. Spieltag der A-Jugend-Bundesliga Nord mussten die U 19-Handballer des THW Kiel die Übermacht des Tabellenführers TSV Burgdorf anerkennen und sich deutlich mit 23:36 (15:19) geschlagen geben.

Dabei sah es zunächst gut für die Hausherren aus. Mit breiter Brust und großem Kampfgeist lieferten die Jungzebras ein Match auf Augenhöhe ab (5:5/9. Minute), konterten das schnelle Burgdorfer Angriffsspiel mit konsequentem Rückzugsverhalten in den 6:0-Abwehrverbund, in dem Ferris Klotz und Philip Markovski einen starken Innenblock bildeten und das Zentrum solide verdichteten. Die erste Drei-Tore-Führung der Gäste (8:5/13.) fußte vor allem auf drei bis zur 10. Minute kompromisslos versenkte Strafwürfe des letztlich achtmaligen Torschützen Vincent Büchner, im gebundenen Spiel kämpften beide Teams mit offenem Visier. Hannes Glindemann führte mit gewohnter Spielübersicht Regie, nutzte selbst immer wieder den Überraschungsmoment oder setzte seine Nebenleute stark in Szene. Doch dieses Feuer brannte nur zehn Minuten lang.

Ein Schock folgte dann in der 21. Minute: Nach einer Abwehraktion gingen sowohl Klotz (Knöchel), als auch Markovski (Pferdekuss) zu Boden. Das THW-Trainerteam Michael Haß/„Pitti“ Petersen war danach zur Neujustierung des Defensiv-Zentrums gezwungen – ein Unterfangen, das über die Halbzeitpause hinaus kaum mehr gelang, einzig das 15:17 (29.) war noch drin.

Klotz konnte nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen und fehlte als Abwehrchef an allen Ecken und Enden. Burgdorf nutzte das clever aus, löste immer wieder auf zwei Kreisläufer auf und kam so über das Zentrum zu Torabschlüssen oder setzte die wurfgewaltigen Rückraumschützen in Szene. Auch die Kieler Keeper-Wechsel fruchteten nicht: „Die Torwartleistung war von beiden nicht gut, das war einfach zu wenig“, konstatierte Haß. Die Abstimmung fehlte komplett, der totale Fehlstart in die zweite Halbzeit, in der die Kieler fahrig und nervös wirkten, sich viele technische Fehler erlaubten und knapp zehn Minuten lang kein Tor erzielten, war nicht mehr wettzumachen.

Der Tabellenführer enteilte auf 23:15 (39.) und konnte gefahrlos in den Trainingsspiel-Modus schalten, bei den Gastgebern war die Luft raus. Einzig Flügelflitzer Klas Bergemann sorgte mit seinem artistischen Gegenstoß-Treffer zum 22:29 (52.) für das „Tor des Tages“ und den Glanzpunkt im Kieler Spiel. Die letzten Minuten gehörten klar den Gästen, die das Resultat letztlich standesgemäß und leistungsgerecht nach oben schraubten. „Das war auch in der Höhe absolut verdient, das müssen wir neidlos anerkennen“, hakte Coach Haß das Match ab. (Kieler Nachrichten akü)

THW Kiel: Spach (1.-23.; 30.-45.) 3 Paraden, Schmidt (23.-30., 45.-60.) 3 – Haß 3, Glindemann 7, Brunckhorst, Bruse, Stegmann, Haack 1, Hossu 3, Markovski, Liedtke, Martin 4, Bergemann 3/2, Klotz 1.