Handball

EWE-Cup 2012: „Das waren Spiele auf hohem Niveau“

Der EWE-Cup 2012 in Bremervörde ist Vergangenheit: Im Beisein von Bremervördes stellvertretendem Bürgermeister Uwe-Jürgen Matthias und Rolf Wellbrock vom Energieversorger EWE gestaltete am Sonntagnachmittag der Ideengeber des Ländervergleichturniers, Manfred Schild von Spannenberg, die Siegerehrung. Den Wettbewerb M97 gewann Sachsen-Anhalt, den der weiblichen Jugend des Jahrgangs 1998 Schleswig-Holstein. Die HVN-Kader M97 und W98 traten mit den Plätzen fünf und zwei die Heimreise an. Schild von Spannenberg sprach von „drei langen, aber interessanten Tagen“, die die Nachwuchshandballer aus fünf Landesverbänden in Bremervörde verbracht hätten. Dankesworte richtete der Ideengeber des Cups unter anderem an die Mitglieder des TSV Bremervörde um Abteilungsleiter Handball Frank Braukmeier, die die örtliche Ausrichtung übernommen und einen reibungslosen Ablauf der Drei-Tages-Veranstaltung sichergestellt hatten. Den Wettbewerb des Ländervergleichs m97 gewann Sachsen-Anhalt vor Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Im Ländervergleichsturnier der weiblichen Jugend setzte sich Schleswig-Holstein vor Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Hamburg und Bremen durch. Eröffnet worden war der EWE-Cup 2012 am Freitag: Die Auswahlkader W98 und W97 der Landesverbände Bremen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Hamburg und des Gastgebers aus Niedersachsen stellten sich zum Auftakt sportmotorischen Tests. Als Wertungsrichter fungierten die Trainer und Betreuer der insgesamt zehn Auswahlmannschaften. „Die Tests orientieren sich an denen, mit denen wir auch im Frühjahr kommenden Jahres während der DHB-Erstsichtung rechnen“, erklärte HVN-Landestrainer Thomas Engler, der gemeinsam mit „seinem jungen Kollegen“ Klaus-Dieter Petersen, HVN-Trainerin Nadine Große sowie den HVN-Trainern Stephan Schneider und Jürgen Warnholtz die Kader am Wochenende in Bremervörde betreuten. Das Testmanual des Deutschen Handballbundes umfasst an die 30 Übungen. Fünf davon hatten die Mädchen und Jungen in Bremervörde zu absolvieren; etwa „Prellen im Achterlauf“ und „Wurf-Fang-Variationen mit zwei Bällen“. Die HVN-Kader W98 und M97 waren nicht unvorbereitet nach Bremervörde gefahren. Sergej Gorpishin: „Die Testreihen sind zum Teil in unserem Vereinstraining integriert, im Stützpunkttraining sowieso.“ Lasse Till: „Angespannt ist man dennoch.“ Celine Sperling nahm die Aufgaben gelassen: „Die gehören zu unseren Hausaufgaben, die uns die HVN-Trainer immer wieder mit auf den Weg geben.“ Michelle Thurau: „Wie etwa das Seilspringen. Das Training zuhause nimmt einem aber nicht die Nervosität.“ Freitagabend verfolgten die HVN-Mannschaften gemeinsam im Quartier Hotel Daub in Bremervörde das Viertelfinale der Fußball-EM Deutschland vs. Griechenland. Sonnabendvormittag standen im Zuge des EWE-Cups Grundspiele „4gg4“ und „5gg5“ auf dem Programm. Die Vergleichsspiele der fünf Landesverbände begannen Sonnabendmittag um 14 Uhr und wurden am Sonntag fortgesetzt. Florian Jungclaus, Jugendsprecher der HSG Bremervörde / Stade, der als Ansprechpartner der HVN-Gliederung die Spieltage begleitete, zeigte sich von den Leistungen der Auswahlteams angetan: „Das waren Spiele auf hohem Niveau, mit kompakten Mannschaftsleistungen.“ Lobesworte richtete Jungclaus auch den örtlichen Ausrichter: „Ein tolles Team.“ Laut Julia Mühlmann aus der Vorbereitungsgruppe des TSV Bremervörde sorgten Angehörige aus sieben Mannschaften am Wochenende in den beiden Sporthallen für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung: „Wenn man handballverrückt ist, dann macht man das gerne.“ Zufrieden mit der Betreuung in Bremervörde zeigte sich auch das Gros der Schiedsrichter. Grit Meyer und Nina Heinsohn pfeifen für die HSG Bützfleth-Drochtersen – und wurden während des Turniers durch Angehörige des Schiedsrichterausschusses des Bremer Handball-Verbandes gecoacht. Grit Meyer: „Schön ist, dass wir hier nicht nur erfahren, was wir falsch machen, sondern auch, wie man es richtig macht.“ Mit von der Partie war am Wochenende in Bremervörde nach einem Jahr (gesundheitsbedingter) Pause wieder HVN-Physiotherapeut Helmut Körner, der den HVN-Kader M97 begleitete. „Ich bin froh, wieder dabei sein zu können.“ Den Kader W98 betreute Physiotherapeutin Astrid Beckmann!

Team Niedersachsen W 98 – Bremen 28:11 HVN-Trainerin Nadine Große war die Zufriedenheit aus dem Gesicht abzulesen: „Bremen ist zum Auftakt ein angenehmer Gegner. Alle unsere Spielerinnen kamen in den Genuss von Spielanteilen.
Ein einziges Mal gelang den Bremerinnen die Führung – das 1:0 in der zweiten Spielminute. Niedersachsen drehte den Spieß um und verwandelte den Rückstand bis Spielminute fünf in ein 4:2. Tor um Tor bauten Marit Vonnahme und Mitstreiterinnen den Vorsprung aus. Zur Halbzeit stand es 11:5.
In Halbzeit zwei ließen die Mädchen um die Trainer Nadine Große und Klaus-Dieter Petersen nichts mehr anbrennen. Große: „Als die Bremerinnen die Kräfte verließen, schalteten wir auf Tempo um.“ Endstand 28:11.

Team Niedersachsen W 98 – Hamburg 18:12 Der HVN-Kader W98 beendet den ersten Turniertag mit einer weißen Weste. Und das, obwohl es lange nicht danach aussah: Die Niedersachsen gingen zwar mit 1:0 in Führung, dann übernahmen Hamburgerinnen die Regie. Nach zehn Minuten waren die HVN-Mädchen mit 4:7 in Rückstand geraten. Was Trainerin Nadine Große den „jungen Damen“ in der Halbzeit gepredigt hat, behält sie für sich; es zeigte jedenfalls Wirkung: In Spielminute 22 glich Niedersachsen aus, Marit Vonnahme brachte den HVN-Kader dann mit 10:9 in Führung. Die Niedersachsen wirkten wie entfesselt und fest entschlossen: Über die Stationen 13:10 und 16:10 stürmten sie zum 18:12-Endstand. Nadine Große: „Wir haben nervös angefangen. Dann schien es, als ob die Mädchen den Spaß am Handballball wieder entdeckt hätten.

Team Niedersachsen W98 – Schleswig-Holstein 13:22 Das entsprach sicherlich nicht dem Geschmack von HVN-Trainerin Nadine Große: Der Spielfilm gegen die Landesauswahl Schleswig-Holstein liest sich, als ob die Angehörigen des HVN-Kaders W98 die Begegnung schlichtweg verschlafen hätten. Schleswig-Holstein legte mit 6:3 vor und hielt die Gastgerberinnen fortan auf Distanz. Die Schiedsrichter schickten die Mannschaften mit einem 6:10-Zwischenstand schließlich in die Halbzeitpause. In Spielhälfte zwei schlichen sich immer mehr Ungenauigkeiten in das Spiel der Niedersachsen ein. Das nutzte der spätere Turniersieger und zog über 12:7 und 16:10 zum 22:13-Endstand davon.

Team Niedersachsen W98 – Sachsen-Anhalt 23:15 „Wir sind die Niedersachsen.“ Chantal Pagel, ehemalige HVN-Auswahlspielerin, die als Zuschauerin den EWE-Cup 2012 in Bremervörde verfolgte, ließ sich am Ende zu Begeisterungsrufen verleiten. Lagen die Niedersachsen zur Halbzeit noch mit 9:10 zurück, drehten sie den Spieß in Halbzeit zwei um. Niedersachsen gewann mit 23:15. Gefallen hätten der Wahl-Badenstedterin in der Begegnung unter anderem die Torhüterleistungen. Rieke Kühling und Anika Studier standen abwechselnd zwischen den Pfosten. Zu Beginn der Begegnung konnte sich keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen. Nach etwa zehn Spielminuten gingen die Gäste aus Sachsen-Anhalt das erste Mal mit zwei Toren in Führung (6:4). Der HVN-Kader W98 steckte nicht auf, verkürzte nach einem 7:10 schließlich auf 9:10 zur Halbzeit. In Halbzeit zwei drehten die Schützlinge von Nadine Große richtig auf, glichen aus und gingen mit 15:10 in Führung. Fortan hielten die Niedersachsen die Gäste auf Distanz und bauten den Vorsprung Tor um Tor weiter aus. Endstand: 23:15. oti

Hier geht es zu den Bildern

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s