Handball

„Pitti“ sorgt für Aufbruchstimmung

TSV Altenholz
Saison 2012/2013

Wenn die Handballer des TSV Altenholz am 1. September gegen den TSV Burgdorf II in die Drittligasaison starten, wird ein frischer Wind durch die Edgar-Meschkat-Halle wehen. Mit Klaus-Dieter Petersen gelang es den „Wölfen“, einen Trainer zu verpflichten, der das Geschäft kennt wie kaum ein zweiter. Die Legende des THW Kiel löste beim ambitionierten Drittligisten Holger Nielsen ab, der seinerseits TSVA-Urgestein Torge Greve nach dessen Wechsel zu Bad Schwartau beerbt hatte. Als Spieler kann „Pitti“ Petersen auf eine herausragende Karriere zurückblicken: Neben neun Deutschen Meisterschaften gewann der Kreisläufer je drei Mal den DHB- und den EHF-Pokal sowie 2004 die Europameisterschaft mit der Nationalmannschaft. „Auch Olympia 2004 in Athen war beeindruckend, vor allem das Gefühl, als gesamtdeutsche Mannschaft aufzulaufen“, erinnert sich der Silbermedaillengewinner. Mit 340 Länderspieleinsätzen (253 Tore) liegt er hinter Frank-Michael Wahl (344 Länderspiele) in der Liste der Rekordnationalspieler auf dem zweiten Platz. Als Coach seit 2003 aktiv, gewann der 43-Jährige neben zahlreichen Titeln als Co-Trainer beim THW Kiel zweimal die Jugend-EM, zuletzt diesen Juli in Österreich. Beste Voraussetzungen also für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der jungen und ambitionierten Altenholzer Mannschaft, die nach dem unglücklichen Abstieg 2010/11 in die zweite Drittligasaison geht. „Torge hat eine homogene Mannschaft hinterlassen, die zueinander steht und in sich geschlossen ist. Es gibt auch ein, zwei Egoisten, die in dem Gefüge aber nicht auffallen und das Team stärker machen“, sagt Petersen, der die Altenholzer Stärken in der defensiven Abwehr und dem Kampfeswillen sieht. Nach Altenholz sei er gekommen, weil ihm das Paket gefallen habe, sagt der 43-Jährige. „Ich liebe die Herausforderung, junge Spieler aus dem Ausbildungs- in den Leistungsbereich heranzuführen.“ Zwei dieser hoffnungsvollen Talente sind Linksaußen Rune Dahmke und Kreisläufer Fynn Ranke (beide 19 Jahre), die ab dieser Saison dank eines Zweitspielrechts sowohl für die Altenholzer als auch die A-Jugend des THW Kiel auflaufen werden. „Von Fynn erhoffe ich mir, dass er sich über die Abwehr ins Team kämpfen wird. Mit seinen über zwei Metern ist er ein körperlich starker Spieler, der aber noch lernen muss, seine Freiräume besser zu nutzen.“ Die Vorzüge von Dahmke lägen dagegen im guten Wurfverhalten und in der Schnelligkeit. „Rune muss sich beweisen und auf seiner Position versuchen, Lukas Stürze Spielzeit zu klauen.“ Als Leitwolf sieht Petersen Sebastian Opderbeck, von dem er sich erhofft, dass er „positiv vorangeht“. Doch auch Routiniers wie Christian Drecke oder „Straßenhandballer“ Patrick Starke seien für die Mannschaft wichtig. Mit Tempohandball will „Pitti“ die Fans in der Halle begeistern, wobei die Struktur im Spiel nicht verloren gehen darf. Als positive Eigenschaften habe er von seinem damaligen Chef beim THW, Zvonimir Serdarusic, mehrere Dinge mitgenommen: „Als Trainer muss man den Rahmen, in dem die Kreativität ausgelebt werden kann, klar vorgeben. Trotzdem kann man auch mal was Unerwartetes machen, um den Gegner zu überraschen.“

Als Saisonziel peilt Petersen einen Platz in der Spitzengruppe an, doch das sei nicht alles: „Ich will die Spieler weiterentwickeln. Außerdem wollen wir uns kleine Meilensteine setzen, ein Platz unter den ersten Fünf sollte möglich sein.“ Zu den Konkurrenten zählt er Springe, Tarp und Burgdorf II, auch Lemgo II und Minden II erwartet der Trainer im oberen Drittel. Topfavorit sei der HSV Hannover: „Das hat familiäre Gründe, mein Schwager (Alfred Thienel, Anm. d. Red.) ist dort Trainer.“

Nicht nur auf der Trainerbank gibt es bei den „Wölfen“ Veränderungen: Während Rune Dahmke und Fynn Ranke neu dazugekommen sind, haben Jonas Fischer (RL, Alt Duvenstedt), Thorben Plöhn (LA, SG Wift) und Marcel Möller (KM, DHK Flensborg) die Altenholzer verlassen. Wenngleich Petersen viel Potenzial in seiner Mannschaft sieht, will er von einer Rückkehr ins Handball-Unterhaus (noch) nichts wissen: „Altenholz gehört in die dritte Liga, zumindest wirtschaftlich. Bis auf wenige Ausnahmen haben wir ja die ehemalige zweite Liga Nord. Die Qualität ist sehr hoch.“ Quelle: Eckernförder Zeitung

TSV Altenholz – Kader 2012/13

Florian Hossner (29) Tor, Nick Weber (21) Tor, Uwe Kalski (24) Rückraum Mitte, Mathis Wegner (19) Rückraum Mitte, Sebastian Opderbeck (26) Rückraum li., Max Lipp (20), Rückraum li., Christian Drecke (27) Rückraum re., Patrick Starke (24) Rückraum re., Lukas Stürze (22) Linksaußen, Rune Dahmke (19) Linksaußen, Bevan Calvert (26) Rechtsaußen, Max Jacobi (19) Rechtsaußen, Christian Schwarz (24) Kreis, Kjell Köpke (25) Kreis, Fynn Ranke (19) Kreis.

Trainer: Klaus-Dieter Petersen (43), Co-Trainer: Dirk Elvers (44).

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