Handball

„Wölfe“ wachen im Nordderby zu spät auf

m Nordduell sind dem TSV Altenholz beim Topfavoriten HSG Tarp/Wanderup die Grenzen aufgezeigt worden. Das Team von Trainer Klaus-Dieter Petersen musste sich am zweiten Spieltag der 3. Liga Nord vor 550 Zuschauern in der Tarper Treenehalle mit 36:40 (15:22) geschlagen geben. Vor allem in der Abwehr offenbarten die Gäste große Defizite. Mehr als 39 Gegentore hatte es für die ansonsten defensivstarken Randkieler zuletzt im Oktober 2009 in der 2. Bundesliga gegen die HSG Nordhorn-Lingen (32:42) gegeben.

„Tarp hat sehr gut gespielt und einen überragenden Gegenstoß gezeigt. Taktisch haben wir in der Abwehr 6:0, 5:1 und 4:2 ausprobiert, doch der Gegner hatte immer eine Lösung parat“, resümiert Petersen.

Bis zum 5:5 (8.) gelang es den Altenholzern noch, mit dem selbsternannten Meisterschaftsanwärter mitzuhalten. Doch vier Treffer der HSG in Folge bedeuteten einen Kredit, den die Gäste bis zum Schluss nicht mehr zurückzahlen konnten. Große Probleme bereiteten ihnen vor allem Rückraumspieler Mario Petersen und Linksaußen Timo Brüne, die zusammen auf 19 Treffer kamen. Noch vor der Halbzeitpause zogen die Gastgeber auf sieben Tore (22:15) davon. Die letzte Hoffnung auf ein Erfolgserlebnis erlosch in den ersten Minuten der Halbzeitpause, als die Gastgeber die Altenholzer förmlich überrannten und in weniger als sechs Minuten auf 30:17 davonzogen.

Hitzig wurde es Mitte der zweiten Halbzeit, als die Gäste eine Schwächephase der HSG zunächst nutzten, den Rückstand auf acht Tore verkürzten (31:23, 44.) und Tarps Rückraumspieler Lutz Cordes wegen eines Fouls die Rote Karte sah (46.). Doch so richtig heran kamen die Gäste zunächst nicht. Geschickt verteidigte die HSG ihre Führung. Doch wie schon vor einer Woche gegen Burgdorf II kamen die „Wölfe“ in der Schlussphase zurück. Vier Treffer in Serie ließen den deutlichen Vorsprung der Gastgeber (35:26, 49.) auf 35:30 (54.) schmelzen. HSG-Coach Christian Voß zückte die Grüne Karte – mit Erfolg: Reiner Kobs und Malte Jessen bezwangen TSVA-Schlussmann Florian Hossner. Bei Petersens 38:32 viereinhalb Minuten vor dem Ende war das Duell entschieden. Am Ende stand ein aus Altenholzer Sicht akzeptables 40:36 an der Anzeigetafel. Während Rückraum-Shooter Patrick Starke auf Altenholzer Seite mit sieben Toren am häufigsten traf, durften die beiden neuen Youngster Fynn Ranke und Rune Dahmke (zusammen fünf Treffer) jede Menge Drittligaluft schnuppern. „Wir haben 19 Bälle verworfen und dadurch den gegnerischen Torwart aufgebaut. 36 Tore und nur neun technische Fehler stimmen mich dagegen positiv“, zieht Petersen ein Fazit, das für den kommenden Sonnabend hoffen lässt. Dann haben die Altenholzer die Chance auf Wiedergutmachung, wenn ab 19.30 Uhr der ehemalige Erstligist VfL Fredenbeck in der Edgar-Meschkat-Halle antritt. (Quelle: Eckernförder Zeitung)

HSG Tarp/Wanderup: Tarp Møldrup, Lübker – Knaack, Jessen (7 Tore), Zietz (1), Kobs (1), Brüne (9), Worm, Blasczyk (4/1), Kaulbach, Molsen (5), Petersen (10/2), Cordes (2), Zschiesche (1).

TSV Altenholz: Hossner, Weber – Lipp (1), Stürze (2), Calvert (4/4), Drecke, Opderbeck (4), Schwarz (5), Kalski (5), Dahmke (2), Köpke (2), Wegner (1), Ranke (3), Starke (7).

Tarp als verdienter Derby-Sieger

Torfestival in der Dritten Handball-Bundesliga: Beim Landesderby der HSG Tarp/ Wanderup gegen den TSV Altenholz ging es zu wie beim Tag des offenen Tores. Mit 40:36 (22:15) besiegten die Tarper den Gast, waren dabei der verdiente Sieger. Denn schon kurz nach der Pause war die Partie entschieden, als die Hausherren mit 13 Toren davon gezogen waren. Am Ende konnten die Altenholzer das Ergebnis etwas freundlicher gestalten, eine Chance auf den Sieg hatten sie aber nicht mehr. „Es gibt einige Punkte, an denen wir noch arbeiten müssen“, sagte Trainer Klaus-Dieter Petersen. Einer davon ist, die Spieleröffnung effektiver zu gestalten. Ein anderer, nach Spielerwechseln den Faden nicht zu verlieren. Wie vor Wochenfrist vergaben die Altenholzer zum Start in die Partie beste Chancen, liefen damit früh einem Rückstand hinterher. Beim 4:4 und 5:5 in der siebten Minute schafften sie zwar den Ausgleich, wurden dann aber auf dem falschen Fuß erwischt, als Petersen frisches Personal auf das Parkett beorderte. Schnell zogen die Tarper davon, bauten den Vorsprung kontinuierlich aus und waren zur Pause schon sieben Tore enteilt. Auch ein Torwartwechsel von Florian Hossner, der diesmal nicht einen solchen Glanztag erwischte wie vor einer Woche, auf Nick Weber verbesserte die Situation der Altenholzer nicht. Vor allem Tarps Linksaußen Timo Brüne (insgesamt neun Treffer) und der wuchtige Husumer Zimmermann Mario Petersen (10) aus dem Rückraum und mit gekonnten Anspielen auf den Kreis waren nicht zu bremsen und sorgten für zahlreiche Treffer der Hausherren. Die Tarper agierte aus einer stabilen Abwehr mit einem starken Torwart heraus und kamen zu schnellen Gegentreffern.
„Wir haben viel zu viele Tore kassiert, das hat uns das Genick gebrochen“, sagte Petersen. Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde es dann zunächst ganz finster für den TSVA. Aus dem 15:22 wurde innerhalb von sechs Minuten ein 17:30. Danach konnte es Tarp etwas ruhiger angehen lassen, Altenholz fand besser ins Spiel, wurde aber stets genügend auf Distanz gehalten, um an dem Sieg keinerlei Zweifel mehr aufkommen zu lassen. „36 eigene Treffer sind natürlich okay. Wenn man aber sieht, dass wir noch 18 Fehlwürfe und neun technische Fehler hatten, sieht man, was möglich gewesen wäre. Immerhin haben wir die zweite Halbzeit gewonnen“, sagte Petersen, erkannte die Überlegenheit der Gastgeber aber an: „Tarp will aufsteigen und hat gezeigt, dass sie diese Ambitionen zu Recht haben. Der Sieg geht absolut in Ordnung. Wir müssen nun am Sonnabend gegen Fredenbeck wieder zu unserem Spiel finden.“ Quelle: Kieler Nachrichten ra

TSV Altenholz: Hossner (1.-15., 31.-60.), Weber (16.-30.) – Lipp (1), Stürze (2), Calvert (4/4), Drecke, Opderbeck (4), Schwarz (5), Kalski (5), Dahmke (2), Köpke (2), Wegner (1), Ranke (3), Starke (7)

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