Handball

Hängende Köpfe beim TSVA

Der Handball-Drittligist verlor sein Heimspiel gegen den VfL Fredenbeck mit 28:29 (16:13) und rutschte am 3. Spieltag auf den elften Platz ab. Vor 400 Zuschauern hatte Mathis Wegner Sekunden vor dem Abpfiff den verdienten Ausgleich auf der Hand, sein Wurf knallte aber an den Pfosten.
Während die Gäste diese „big points gegen ein Top-Team“ (Trainer Uwe Inderthal) feierten, als wären sie zum dritten Mal in die Bundesliga aufgestiegen, schlichen die Gastgeber mit hängenden Köpfen in die Kabine. Ratlos, schließlich hatten sie kurz zuvor (21:17/40.) noch wie Sieger ausgesehen. „Wir waren alle unheimlich heiß auf dieses Spiel“, sagte der starke Rechtsaußen Bevan Calvert. „Vielleicht waren einige zu heiß.“ Sie hätten sich nicht an ihren Plan gehalten, sagte der Australier. „Wir haben am Ende unsere Systeme nicht mehr ausgespielt, zu schnell den Abschluss gesucht.“ Offenbar hatten einige „Wölfe“ den Gegner, der sich selbst als „einer von sieben, acht Abstiegskandidaten“ (Inderthal) einsortiert, unterschätzt, obwohl ihr Trainer Klaus- Dieter Petersen immer wieder davor gewarnt hatte, mit zu großer Selbstverständlichkeit den zweiten Heimsieg einzuplanen. Sein Team hatte fahrig begonnen. Die angeschlagenen Rückraumspieler Mathis Wegner (Handgelenk) und Max Lipp (Finger) saßen zunächst auf der Bank, obwohl die Ärzte ihnen für einen Einsatz grünes Licht gegeben hatten. Doch nach 20 Minuten musste Petersen zumindest die Schonfrist für Mittelmann Wegner beenden, bekam doch Uwe Kalski die Partie nicht in den Griff. Die Gastgeber lagen mit 8:11 gegen ein Team zurück, dem besonders im Angriffsspiel enge Grenzen gesteckt sind. Die Niedersachsen konnten sich aber auf ihren lettischen Nationaltorwart Edgars Kuksa (18 Paraden), eine phasenweise sehr sattelfeste Abwehr und ihre Zwei-Mann- Offensive verlassen. Bereits nach 32 Sekunden hatte Mittelmann Maciek Tlucynski zum 0:1 getroffen. Es war das 22. Saisontor des routinierten Polen im dritten Spiel, es sollten in der Edgar-Meschkat- Halle noch sieben folgen. Zehn steuerte sein überragender Nebenmann Lars Kratzenberg bei, den die oft unsortiert wirkende TSV-Deckung nie in den Griff bekam. Mit dem fünfmaligen Torschützen Wegner kehrte auch System in das Spiel der Gelb- Schwarzen zurück. Zudem erwischte Torhüter Florian Hossner (23 Paraden) einen starken Abend. Einer, so schien es, der nun mit dem zweiten Saisonsieg für die Petersen-Schützlinge enden würde. „Unser Markenzeichen ist der Tempo-Handball“, sagte Petersen. „Leider waren wir nicht in der Lage, etwas ruhiger zu spielen, als es nötig wurde.“ Und zwar, als der TSV Altenholz mit einem Vier- Tore-Polster in die letzten 20 Minuten startete und mit vielen Fehlern einen bereits geschlagenen VfL auf den vierten Tabellenplatz hievte. Ein Platz, auf dem das Petersen-Team hätte stehen können.

TSV Altenholz: Hossner (1. bis 60. Minute/ 23 Paraden), Weber (bei einem 7m/-) – Lipp (n.e.), Stürze 4/3, Calvert 5, Drecke 1, Opderbeck 3, Schwarz 3, Kalski 2, Dahmke, Köpcke 1, Wegner 5, Ranke 1, Starke 3 – Schiedsrichter: Krell/Münn – Strafminuten: 6/12 – Siebenmeter: 3/3, 4/4 – Zuschauer: 400

Quelle: http://www.kn-epaper.de
Kieler Nachrichten (Wolf Paarmann)

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