Handball

Furiose Aufholjagd

Nach zuletzt vier Niederlagen in Folge auf fremdem Parket in der 3. Liga der Männer haben die Handballer des TSV Altenholz ihren Auswärtsfluch besiegt und beim Oranienburger HC mit 22:20 (9:10) gewonnen. Vor den Toren von Berlin gelang den „Wölfen“ eine imposante Aufholjagd, nachdem sie nach 48 Minuten noch 13:18 zurückgelegen hatten. „Wieder einmal musste ich das Team neu formieren, nachdem Mathis Wegner wegen Übelkeit zunächst nicht spielen konnte. Die Mannschaft hat ihre Sache trotzdem sehr gut gemacht, bis die Kräfte nachließen. Als Mathis dann nach 47 Minuten rein kam, war das der Befreiungsschlag für uns, während Oranienburg immer nervöser wurde“, bilanziert TSVA-Trainer Klaus-Dieter Petersen.

Mit viel Selbstbewusstsein gingen die Oranienburger in die Partie, hatten sie doch die letzten sechs Spiele gewonnen. Gegen Altenholz erwischten sie jedoch einen schlechten Start und lagen nach neun Minuten 2:4 hinten. Nach dem 4:7 durch Rechtsaußen Bevan Calvert führten die „Wölfe“ nach 15 Minuten erstmals mit drei Toren. In der Folge fand der OHC aber besser ins Spiel und glich durch Kreisläufer Robert Stelzig zum 8:8 (28.) aus. TSVA-Trainer Petersen nahm eine Auszeit. Hitzig ging es kurz vor der Pause zu, als der Altenholzer Kreisläufer Christian Schwarz die dritte Zeitstrafe erhielt und noch vor dem Seitenwechsel mit Rot vom Feld musste. Den Altenholzern gelang in zehn Minuten nur ein Tor. Als Maximilian Bachmann mit der Pausensirene zum 10:9 traf, kochten die Emotionen auf der Gäste-Bank kurzfristig über. So kam die Pause gerade zur rechten Zeit, um die Gemüter wieder abzukühlen.

Unterkühlt war der Altenholzer Start in die zweite Halbzeit. Nach dem Ausgleich durch Rune Dahme zum 10:10 ging der OHC 12:10 in Führung. Die „Wölfe“ glichen durch Fynn Ranke aber wieder zum 13:13 aus (40.).

Mitte der zweiten Hälfte verlor die Petersen-Sieben dann aber den Faden und kassierte fünf Gegentore in Folge. Beim 13:18 aus Altenholzer Sicht (48.) schien die Partie entschieden zu sein. Die Zuschauer in der Sporthalle am Gymnasium in Oranienburg hatten die Rechnung aber ohne die „Wölfe“ gemacht, die nach Starkes „Weckruf“ zum 14:18 förmlich aufdrehten. Erneut Starke, dann Wegner und schließlich Dahmke per Doppelschlag: In weniger als vier Minuten waren die Gäste beim 18:18 (52.) wieder im Spiel. Nach der OHC-Auszeit gelang Wegner sogar die Führung. Packend blieb es bis zum 20:20 (57.), ehe die Altenholzer den längeren Atem bewiesen und durch Wegner und Kjell Köpke den Sieg perfekt machten. (Quelle: shz.de)

TSV Altenholz: Hossner, Weber – Calvert (2/1), Drecke (3), Schwarz, Dahmke (3), Köpke (3), Wegner (3), Ranke (2), Starke (3), Röder (3).

Ausfälle, Emotionen, Leidenschaft

Handball-Drittligist TSV Altenholz drehte Fünf-Tore-Rückstand beim Oranienburger HC noch in einen 22:20-Sieg

Mit einer Trotzreaktion gegen die Serie von Ausfällen, mit einem Spiel der Emotionen, mit einem Sieg der Leidenschaft hat der TSV Altenholz die Hinrunde der Dritten Handball-Bundesliga abgeschlossen. In einem hochdramatischen Duell rangen die „Wölfe“ den zuletzt sechsmal siegreichen Oranienburger HC in dessen Halle mit 22:20 (9:10) nieder, nachdem sie in der 48. Minute noch mit fünf Treffern zurückgelegen hatten. Wenn nicht in ein paar Tagen die Weihnachtspause anstehen würde, dann könnten die Altenholzer zu ihren Auswärtsspielen wohl mit einem Großraumtaxi anreisen. Auf der Hinreise nach Oranienburg musste Mathis Wegner seinem Trainer Klaus-Dieter Petersen zumindest verkünden, dass er aufgrund eines Magen-Darm-Virus’ nicht auflaufen könnte. Mit einem entsprechend spärlich besetzten Rückraum, in dem Kjell Köpke die Mittelposition übernommen hatte, startete der TSVA daher in die Begegnung. Dennoch bestimmte die Petersen- Rumpftruppe aus einer starken Defensive heraus, mit einem gut aufgelegten Nick Weber im Tor zunächst die Partie, führte gar 7:4 (15.). Bis zur Pause schafften die Oranienburger allerdings die Wende, und kurz vor dem Halbzeitpfiff verloren die Altenholzer auch noch Christian Schwarz durch die Rote Karte (dritte Zeitstrafe).
Im Folgenden sah es nicht gut aus für Altenholz. Mit einem 5:0-Lauf rannten die Hausherren nach dem 13:13 (40.) davon, schienen mit dem Treffer zum 18:13 (48.) auf die Siegerstraße einzubiegen. Aber die Altenholzer bäumten sich noch einmal zum entscheidenden Konter auf. Petersen stellte die 6:0-Abwehr auf eine 5:1-, später auf eine 4:2-Variante um. Mathis Wegner streifte trotz aller Übelkeit sein Aufwärm-Shirt ab, warf sich in die Partie, um seinen Mannschaftskollegen moralische Unterstützung und Erholungszeiten zu geben, und mit je zwei Toren in schneller Folge von Patrick Starke, Wegner und Rune Dahmke war der Rückstand in der 53. Minute in eine Führung gedreht (19:18), die die „Wölfe“ bis ins Ziel mit vehementem Kampf sogar noch ausbauten.
„Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Leidenschaft und welchen Emotionen sich die Mannschaft reinwirft, wie sie nach jedem Niederschlag wieder aufsteht“, begeisterte sich Petersen, der nach der Hinrunde mit Platz sieben (18:12 Punkte) angesichts der zahlreichen Ausfälle zufrieden ist. „Wir wollten oben mitspielen, und dafür sind wir auf einem guten Weg. Ich freue mich, wenn nach Weihnachten Max Lipp und Sebastian Opderbeck wieder dabei sind. Dann können wir in der Rückrunde vielleicht noch mehr als 18 Punkte holen.“
Ganz auf Erholung können die Altenholzer allerdings noch nicht schalten. Denn bevor die Liga am 12. Januar weitergeht, steht am Freitag (19.30 Uhr) noch das Pokalspiel in der dritten Landesrunde bei HFF Munkbrarup an. Quelle: http://www.kn-epaper.de ra

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