Handball

„Wölfe“: Dämpfer im Titelrennen

Der TSV Altenholz musste sich im Landesderby der 3. Handball-Liga der Männer trotz einer starken Leistung der HSG Tarp-Wanderup mit 29:30 (16:15) geschlagen geben. Der entscheidende Treffer für die Gäste gelang Malte Jessen vom Kreis fünf Sekunden vor dem Ende. „In den letzten 15 Minuten hat uns im Angriff die Durchschlagskraft gefehlt. Trotzdem Lob an meine Mannschaft für eine starke Leistung und ein gutes Landesderby“, sagt Altenholz-Coach Klaus-Dieter Petersen.

Bis zur 49. Minute hatte der TSV das Duell dominiert und führte 25:21, ehe Gäste-Schlussmann Alwin Berg stärker wurde und Jessen vom Kreis die entscheidenden Treffer markierte. „Die ersten 50 Minuten waren wir zu schissig und haben das nötige Tempo vermissen lassen. Vielleicht hatten wir nach unserer Serie und der Potsdamer Niederlage Angst, dass wieder was geht“, versucht HSG-Trainer Christian Voß das verhaltene Auftreten seines Teams zu erklären. Das nutzten die Altenholzer in der Anfangsphase. Die Gastgeber begannen konzentriert und ließen die HSG dank einer aggressiven 6:0-Deckung kaum zur Entfaltung kommen. Nach sieben Minuten führten die Altenholzer durch einen Treffer von Patrick Starke mit 4:2. Für Gefahr bei den Gästen sorgte zu Beginn Mario Petersen, dem in der 11. Minute der 5:5-Ausgleich gelang. Christian Drecke agierte etwas zu übermotiviert, nach einer Rangelei mit der Tarper Bank musste er für zwei Minuten vom Feld (12.). Doch die Altenholzer ließen sich davon nicht beirren und zogen davon.

Beim 10:6 (18.) führten die „Wölfe“ erstmals mit vier Toren – Gäste-Trainer Voss nahm seine Auszeit. Auf die Spielmacherposition beorderte er Lasse Worm. Die Umstellung verfehlte ihre Wirkung nicht: Der Vorsprung der Altenholzer schmolz, und Timo Brüne gelang trotz Unterzahl das 11:11 für die Gäste. Das war zu viel für Altenholz-Chef Peter Linke, der an der Außenlinie zu laut schimpfte und eine Zwei-Minuten-Strafe bekam (23.). Als Brüne von Linksaußen die erste HSG-Führung erzielte, brandete Jubel bei den rund 40 mitgereisten Tarper Fans auf. Doch Max Lipp in Unterzahl und Rune Dahmke wendeten das Blatt wieder, mit einer knappen 16:15-Führung für Altenholz ging es in die Kabinen.

Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischten die Hausherren. Obwohl Drecke nach seiner dritten Zeitstrafe früh Rot sah (34.), zogen die Gastgeber auf 20:16 (37.) davon. In der Folge erhöhten die Tarper den Druck und setzten Jessen am Kreis immer besser in Szene. So gelangen Sjören Tölle, Brüne, Jan Molsen und Jessen vier Treffer binnen drei Minuten – beim 25:25 zückte Petersen die grüne Karte. Patrick Starke, der in Halbzeit zwei zunächst auf Rechtsaußen begonnen hatte, wurde zurück auf Halbrechts beordert: mit Erfolg. Beim 28:29 waren nur noch 100 Sekunden zu spielen. Dann streckte Tölle Schwarz zu Boden – zwei Minuten. Doch Schwarz hatte zuvor offensiv gefoult: Ballbesitz für die Gäste in Unterzahl. Mit vollem Einsatz klaute Wegner den Ball und passte zu Kjell Köpke, der zum 29:29 ausglich. Auszeit für Tarp 22 Sekunden vor dem Ende. Wie schon in vielen Szenen zuvor war es Jessen, der trotz Unterzahl frei vor Keeper Florian Hossner auftauchte und den Siegtreffer markierte. Riesenjubel beim Tarper Anhang, während die Enttäuschung den Altenholzer Spielern und Fans ins Gesicht geschrieben stand. „Es war ein packendes Spiel. Alwin hat das Spiel mit seinen Paraden entschieden“, lobt der verletzte Tarper Torwart Tim Lübker auf der Tribüne, der vier Jahre lang für die Altenholzer zwischen den Pfosten gestanden hatte. Mit der Niederlage entwickelt sich die HSG Tarp-Wanderup für Altenholz immer mehr zum Angstgegner. Nach der Hinrundenpleite (36:40) gab es auch in der vergangenen Saison nur einen Punkt (32:32, 34:36) – und das Aus im HVSH-Pokal-Viertelfinale (37:39). (Quelle: shz.de)

TSV Altenholz: Hossner, Weber – Lipp (1 Tor), Drecke (2), Opderbeck (4), Schwarz (3), Dahmke (5), Köpke (1), Wegner (4/1), Ranke (2), Starke (7).

Letzte Prozente haben gefehlt

Lange hatte es ausgesehen, als könnten die Altenholzer erstmals seit ihrem Abstieg aus der Zweiten Liga den „HSG-Wölfen“ Punkte abnehmen. Das Team von Trainer „Pitti“ Petersen begann konzentriert, stand stabil in der Deckung und nutzte im Angriff fast jede Lücke für einen Treffer. Die Gäste hielten mit, ießen sich erst Mitte der ersten Halbzeit erstmals mit drei Treffern distanzieren. Als „Leitwolf“ Sebastian Opderbeck zum 10:6 traf, brach in der mit 450 Zuschauern gut besetzten Edgar-Meschkat-Halle Jubel los, während Gästetrainer Christian Voss zur grünen Karte griff und seine Mannschaft zur Teambesprechung rief.
Offenbar mit den richtigen Instruktionen vom Coach kehrte die HSG aufs Feld zurück und ging mit einem 6:1-Lauf zum 11:12 erstmals in Führung (25.). Der TSVA ließ sich nicht verunsichern, eroberte die Führung zurück und ging mit dem knappen Vorsprung von 16:15 in die Pause.
Auch in Halbzeit zwei waren die Altenholzer zunächst das bessere Team. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff führten sie erstmals mit vier Toren, nutzten aber die Chancen zur Spielentscheidung nicht. In den entscheidenden Momenten offenbarten die „Wölfe“ Schwächen in der Chancenverwertung. So konnte die HSG wieder aufschließen und war beim 23:25 durch den sechsfachen Torschützen Timo Brüne wieder in Schlagdistanz. Im Gegenzug verwarf Mathis Wegner einen Siebenmeter, die Gäste glichen aus und witterten nun Morgenluft, während bei den Altenholzern die Konzentration nachließ. Torhüter Florian Hossner hielt seine „Wölfe“ in dieser Phase mit zwei starken Paraden im Spiel, das die Bezeichnung „Derby“ nun redlich verdient hatte. Als Jan Molsen zum 29:28 für Tarp traf, sprang der Gäste-Block beinahe kollektiv auf. Beinahe, weil hier seit der 34. Minute auch Christian Dreckes Sitzplatz war. Der Altenholzer Halbrechte hatte nach drei Zeitstrafen auf der Tribüne Platz nehmen und mitansehen müssen, wie seinem Team der Sieg aus den Händen glitt. Fünf Sekunden vor Schluss war es Malte Jessen, der mit seinem sechsten Treffer den 29:30-Sieg für die Gäste zementierte.
„Die Enttäuschung sitzt sehr tief“, offenbarte TSVA-Haupttorschütze Patrick Starke (sieben Tore) kurz nach dem Abpfiff seine Gemütslage. „Uns haben heute die letzten paar Prozent gefehlt, aber woran genau es lag, kann ich noch nicht sagen.“ Sein Trainer hatte die Enttäuschung bereits nach wenigen Minuten verdaut. „Natürlich verliert man nicht gerne. Aber wir haben ein gutes Spiel gemacht. Das bringt uns zwar nichts, wenn wir keine Punkte holen, aber wir haben uns nichts vorzuwerfen. Wir müssen das so hinnehmen und weiterarbeiten.“ (Quelle: http://www.kn-epaper.de)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s