Handball · Sport

Starke „Wölfe“ mitten im Titelrennen

Dahmke
Rune Dahmke

Der TSV Altenholz hat sich im Meisterschaftsrennen der 3. Handball-Liga mit einem Kantersieg eindrucksvoll zurückgemeldet. Die Mannschaft von Klaus-Dieter Petersen gewann gegen die TS Großburgwedel nach einer starken Vorstellung mit 37:23 (20:13) und verbesserte sich in der Tabelle auf den dritten Platz. Dabei profitierten die „Wölfe“ von der schwächelnden Konkurrenz. Während Burgdorf II in Springe unterlag, kassierte Aufstiegsfavorit Tarp-Wanderup beim Tabellenletzten Insel Usedom eine unerwartete 25:32-Niederlage. Da sich auch der bisherige Spitzenreiter Potsdam beim HSV Hannover geschlagen geben musste, beträgt der Altenholzer Rückstand auf den neuen Ersten Füchse Berlin II nur noch zwei Punkte.

Sieben Mannschaften können sich derzeit berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg machen, gerade einmal zwei Punkte trennen Spitzenreiter Berlin vom Siebten Hannover. „Die Jungs haben gegen die gegnerische 5:1-Deckung strukturiert gespielt. Neben einer sicheren Abwehr hat Nick Weber im Tor gut gehalten, was uns schnelle Gegenstöße ermöglicht hat. Der Sieg geht auch in dieser Höhe in Ordnung“, lobt Petersen seine Spieler, die auf jede taktische Variante von Großburgwedel eine passende Antwort parat hatten.

Gegen die Turnerschaft setzte Kreisläufer Christian Schwarz nach 30 Sekunden mit dem 1:0 die erste Duftmarke. Trotz der schnellen Führung fehlte bei den „Wölfen“ zu Beginn die Sicherheit, was die Gäste aus dem Großraum Hannover geschickt nutzten. Nach einem Treffer von Kay Behnke führte die Turnerschaft mit 5:3 (6.) – der Fehlstart der Gastgeber schien perfekt. Wie souverän die junge Altenholzer Mannschaft mittlerweile mit einem Rückstand umgeht, bewies sie in der Folge. Christian Drecke und Patrick Starke mit einem Doppelschlag drehten den Rückstand postwendend in eine 6:5-Führung (8.), die die „Wölfe“ nach einem 6:0-Lauf gar auf 9:5 in die Höhe schraubten. Statt sich auf ihr Spiel zu konzentrieren, haderten die Gäste in dieser Phase immer wieder mit den Schiedsrichterentscheidungen und brachten sich so aus dem Rhythmus. Nach zwei Gästetreffern zum 9:7 (14.) stellten die Altenholzer mit der zweiten 6:0-Serie zum 15:7 innerhalb von nur sechs Minuten die Weichen auf Sieg. Mit einer deutlichen Sieben-Tore-Führung (20:13) wurden die Seiten gewechselt.

Im überschaubaren Rahmen hielten die Gäste den Rückstand bis zum 24:18 (42.) aus Altenholzer Sicht. Danach brach die Turnerschaft aber völlig in sich zusammen. Mehr als zehn Minuten blieb das Team von TS-Coach Jürgen Bätjer ohne eigenen Treffer, während die „Wölfe“ ein wahres Feuerwerk abbrannten. Kjell Köpke gelang in der 46. Minute erstmals die Zehn-Tore-Führung, nach Starkes 31:18 (52.) drohte den Gästen ein Debakel. Doch die „Wölfe“ beließen es am Ende bei 14 Toren Differenz. Den Schlusspunkt zum 37:23 setzte Kapitän Sebastian Opderbeck.

Den Sieg verdiente sich der TSV Altenholz mit einer starken Mannschaftsleitung, allein zehn Spieler trugen sich gegen Großburgwedel in die Torschützenliste ein. Auch WM-Rückkehrer Bevan Calvert feierte mit zwei Treffern ein gelungenes Comeback. Die gute Form bestätigen können die „Wölfe“ am Sonntag, 17. Februar, um 16 Uhr im Heimspiel gegen die HSG Handball Lemgo II. (Quelle:shz.de)

Nur Lütti bot TSVA Paroli

Die Dritte Liga verdichtet sich zu einem kriminell engen Geschehen. In einer Klasse, in der der bisherige Tabellenletzte den Dritten deutlich schlagen kann (Insel Usedom – Tarp/Wanderup 32:25), hat sich der TSV Altenholz mit einem souveränen Sieg endgültig in den Kreis der Spitzenteams aufgeschwungen. Nach dem 37:23 (20:13)-Erfolg über die TS Großburgwedel rangiert das Petersen-Team auf Platz drei, nur zwei Punkte hinter Spitzenreiter Füchse Berlin II.
Dabei begann die Partie zäh für den TSV Altenholz – und mit einer Schrecksekunde. In den ersten Minuten liefen die Gastgeber einer TSG-Führung hinterher, in der sechsten Minute brachte Christian Drecke mit einem kraftvollen Wurf sein Team auf 4:5 heran, hielt sich dann aber sofort die linke Wurfhand, die er sich auf unerklärliche Weise aufgerissen hatte. Blutend entschwand er mit Teamarzt Constantin Baumgarte in die Kabine. Dessen Diagnose: Eine Fleischwunde, die noch in der Halle mit neun Stichen genäht wurde. Diese Situation und ein Zaubertor von Patrick Starke, der mit einem Wurf hinter dem Rücken den Ball ins Netz brachte, waren die Initialzündungen für das Altenholzer Spiel. Intensiv wurde der Großburgwedeler Angriff bearbeitet, der kaum einen Spielzug zu Ende spielen konnte. Vorn agierten die „Wölfe“ fast nach Belieben und konnten nach dem 15:7 (20.) schon vor dem Pausenpfiff wieder Tempo rausnehmen.
In der zweiten Hälfte geriet das Spiel dann auf beiden Seiten zu einer fehlerlastigen Angelegenheit. Die Partie lebte von vielen Ballverlusten, Einzelaktionen und den Auftritten der Torleute. Während Nick Weber mit 18 Paraden den Grundstein für den klaren Altenholzer Sieg legte, spiegelte sich in den Aktionen, der Mimik und Gestik seines Gegenübers das ganze Spielgeschehen wider. Handball- Urgestein Jörg-Uwe Lütt stand mit der Präsenz seines gewaltigen 2,02-Meter- Körpers 18 Altenholzer Angriffen im Weg. Trotz seiner 48 Jahre und des klaren Rückstands entfachte das Spiel in ihm volles Feuer. Mit lauten Ansagen stauchte er seine Vorderleute zusammen, die kleinlichen Schiedsrichter-Pfiffe kommentierte er mit Kopfschütteln, TSVA-Kreisläufer Christian Schwarz warf er nach einem missglückten Torwurf einen Spruch hinterher, für den siebenmal erfolgreichen Youngster Rune Dahmke hatte er einen grimmigen Blick parat und nach einer Doppelparade gegen den Siebenmeter und Nachwurf von Mathis Wegner ein fast schon entschuldigendes Schulterzucken. Dennoch steuerte der Abend auf einen klaren TSVA-Sieg zu, den Altenholz- Trainer Klaus-Dieter Petersen zufrieden kommentierte: „Wir haben in der ersten Halbzeit kompakt und robust in der Abwehr gestanden und Großburgwedel den Schneid abgekauft. Ohne Lütti wäre das Spiel noch deutlicher ausgegangen.“ (Quelle: http://www.kn-epaper.de – Ralf Abratis)

TSVA: Weber (1.-60. Minute, 18 Paraden), Hossner (bei einem Siebenmeter) – Lipp, Calvert 2, Drecke 2, Opderbeck 3, Schwarz 5, Dahmke 7, Köpke 3, Wegner 5/1, Ranke 1, Starke 7, Röder 2.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s