Handball

Heimsieg gegen Potsdam beschert Altenholz Platz eins – Torwart Hossner in Bestform

Florian Hossner
Florian Hossner

Und der TSV Altenholz kann doch Spitzenspiele! Eine Woche nach der Niederlage gegen die Füchse Berlin II und dem Verlust des ersten Tabellenplatzes demonstrierten die Drittliga- Handballer eindrucksvolle Stärke gegen den VfL Potsdam. Beim 34:26 (17:10) vor 400 Zuschauern ließen die Petersen- Schützlinge den Brandenburgern keine Chance. Da gestern auch noch die Füchse überraschend in Lemgo verloren, eroberten die „Wölfe“ die Tabellenführung zurück.

Bedenkenträger ob der Nervenstärke der jungen Altenholzer Mannschaft in Topspielen sollten sich am Sonnabend nur sieben Minuten lang bestätigt sehen. Nach dem Anpfiff tat sich der Altenholzer Spielaufbau zunächst schwer gegen die Potsdamer Abwehr, fand unter Zeitdruck nicht die richtige Anspielstation für erfolgreiche Abschlüsse. Auf der Gegenseite konnten sich die Hausherren aber auf einen starken Abwehrblock verlassen, in dem diesmal Fynn Ranke neben Sebastian Opderbeck begann. „Sebastian hat mal wieder für richtig Stimmung gesorgt“, lobte Altenholz-Trainer Klaus-Dieter Petersen seinen Abwehrchef, der die Defensive über die gesamte Spielzeit bestens organisierte. Und dahinter agierte ein Florian Hossner in Bestform. 20 Paraden zeigte der Statistik-Zettel nach Spielschluss für den 30-Jährigen. „Das war wichtig, denn ich hätte kaum wechseln können. Nick Weber plagt sich mit einer Muskelverhärtung im hinteren Oberschenkel. Und da wollen wir nichts riskieren“, so Petersen.
Zum Spielverlauf: Nach dem 2:4 (7.) fanden die Altenholzer ins Spiel, die Potsdamer reagierten zunehmend hilflos, selbst der erfahrene Top-Torjäger des VfL, Enrico Bolduan, wusste das TSVA-Bollwerk kaum zu knacken. So legten die Gastgeber einen 8:0-Lauf zum 10:4 (19.) hin und erweckten danach kaum mehr den Eindruck, als wenn sie den Erfolg noch aus der Hand geben würden. Wenn man ein Haar in der Altenholzer Suppe suchen wollte, dann fand man es in misslungenen Anspielen und in der ersten Hälfte im zu zögerlichen Rückzugsverhalten, das allerdings Hossner auszugleichen wusste, indem er selbst frei heranstürmenden Potsdamern den Ball abkaufte.
Nach der klaren Halbzeit- Führung ließen die Petersen- Schützlinge die Gäste nicht mehr auf Tuchfühlung herankommen. Immer wenn der Vorsprung kurzzeitig zu schmelzen drohte, zogen sie das Tempo wieder an. „Ein Riesen- Kompliment an meine Mannschaft. Das war eine tolle Leistung. Vor allem die Außen kamen diesmal richtig zum Zuge“, sagte Petersen, der die klare Führung nutzte, um in der zweiten Halbzeit noch mal kräftig durchzuwechseln. Petersens Gegenüber Rüdiger Bones erkannte die Überlegenheit der Altenholzer an, bekundete aber auch Motivationsprobleme, nachdem die VfL-Vereinsführung erklärt hatte, weder die Aufstiegsoption wahrnehmen, noch mit ihm und einigen erfahrenen Akteuren in der kommenden Saison weiter arbeiten zu wollen: „Es ist schwierig, wenn man nur noch um die goldene Ananas spielt. Wir wollten hier schon was zeigen, aber nachdem wir durch einige Fehler deutlich zurücklagen, kamen wir nicht mehr ins Spiel. Zudem konnten wir einige Ausfälle nicht kompensieren“, so Bones. (Quelle: http://www.kn-epaper.de – Ralf Abratis)

TSV Altenholz – VfL Potsdam 34:27 (17:10): TSVA: Hossner (1.-60. Minute/20 Paraden), Weber (n.e.) – Lipp 4, Stürze 1/1, Calvert 5, Drecke, Opderbeck 1, Schwarz 2, Dahmke 6, Köpke, Wegner 5/3, Ranke 4, Starke 6, Röder.

Festung Edgar-Meschkat-Halle

Die Edgar-Meschkat-Halle entwickelt sich immer mehr zu einer Festung. Diese Erfahrung mussten jetzt auch die Handballer des VfL Potsdam machen. Im Spitzenspiel der 3. Liga Nord hatten die Brandenburger beim TSV Altenholz nicht den Hauch einer Chance. Das Verfolgerduell ging deutlich mit 34:26 (17:10) an die „Wölfe“. Mit dem Sieg zogen die Hausherren in der Tabelle an den Potsdamern, die laut eigenem Bekunden nicht aufsteigen wollen, vorbei und haben weiterhin beste Chancen, sich für die Relegation zur 2. Bundesliga zu qualifizieren. Beste Torschützen gegen den VfL waren Rune Dahmke und Patrick Starke mit jeweils sechs Treffern. Den Grundstein für den Erfolg legten die Altenholzer mit einer starken Defensivleistung, wobei Torwart Florian Hossner mit 16 Paraden ein Sonderlob von TSVA-Trainer Klaus-Dieter Petersen bekam. „Hossi hat super gehalten. Zufrieden bin ich auch, wie die Jungs verteidigt haben. Potsdam musste sich jedes Tor hart erarbeiten.“

So richtig galt das jedoch erst ab der 8. Minute, nachdem die „Wölfe“ die Anfangsphase verschlafen hatten und 2:4 ins Hintertreffen geraten waren. Max Lipps 3:4 war dann der Weckruf für die Gastgeber, denen in der Folge fast alles gelang. Ob Sebastian Opderbeck mit einem Hüftwurf, Fynn Ranke per Gegenstoß oder Starke mit Wucht aus dem Rückraum: Während Altenholz nach Belieben traf, gelang Potsdam elf Minuten lang kein Tor. Als Hossner gegen den freien Kreisläufer Alexander Urban sensationell parierte und Dahmke von Linksaußen zum 10:4 traf, war der „Wölfe“-Express längst heiß gelaufen. Daran änderten auch drei schnelle Potsdamer Tore nichts. Einzig 2,02-Meter-Hüne Philipp Barsties ließ gelegentlich aus dem Rückraum sein Können aufblitzen. Das verunsicherte die Altenholzer aber genau so wenig wie Alexander Urbans Tor zum 13:10 (26.). Nach Starkes 14:10 versuchte es der VfL mit einer Manndeckung gegen den wurfgewaltigen Altenholzer Rückraumspieler. Doch diese Maßnahme spielte Petersens Vorgabe, die Außen stärker als zuletzt einzubinden, geradezu in die Karten. Erster Profiteur vom Freiraum war Bevan Calvert von rechts. Mit einer beruhigenden 17:10-Führung ging es in die Kabinen.

Auch im zweiten Durchgang verschliefen die Altenholzer den Beginn. Der Vorsprung schmolz. Beim 18:14 (34.) schienen die Gäste, zurück im Spiel zu sein. Diesen Hoffnungsschimmer verspürte auch VfL-Coach Rüdiger Bones, der sich mächtig ärgerte, als Mathis Wegner trotz Altenholzer Unterzahl frei am Kreis durchmarschierte und zum 21:16 traf. „Hey, wir sind in Überzahl!“, rief Bones seinen Spielern zu. Für die Galerie war Calverts 22:16, als er den zur Pause ins VfL-Tor gekommenen Matthias Frank im Fallen von Rechtsaußen per Rückhandwurf düpierte (40.). In dieser Phase machte sich bei Potsdam die fehlende Luft aufgrund knapper Wechselmöglichkeiten bemerkbar. Von 24:20 (44.) zogen die „Wölfe“ auf 30:21 (51.) davon. Längst gewährte Petersen auch den Akteuren aus der „zweiten Reihe“ etwas Spielzeit. Rückkehrer Lukas Stürze, der schon bei der Pleite in Berlin mitgewirkt hatte, feierte ein erfolgreiches Heim-Comeback, als er per Siebenmeter zum 34:24 traf (56.).

Stürze, der beruflich erst in Südafrika und später in Berlin arbeiten musste, war die Trennung vom Team schwer gefallen. „Die Mannschaft hat mich nach der Pause wieder super aufgenommen.“ Fehlen wird weiterhin Schlussmann Nick Weber, der wegen einer Oberschenkel-Verhärtung nicht trainieren kann. Nächster Gegner des TSV Altenholz ist am kommenden Sonnabend der Drittletzte Stralsunder HV.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s