Handball · TSV Altenholz

Super-Kempa krönt Altenholzer Gala

Die beste Sonnabendabendshow wurde an diesem Wochenende nicht etwa im Fernsehen geboten, sondern in der Edgar-Meschkat-Halle beim Drittligaduell zwischen dem TSV Altenholz und dem SV Beckdorf.
Ein Hexer zwischen den Pfosten, ein Offensiv-Feuerwerk nach der Pause und ein Super-Kempa als Sahnehäubchen zum Schluss: Die „Wölfe“ lieferten beim 37:19 (17:12)-Sieg über die ersatzgeschwächten Gäste aus Niedersachseneine Galavorstellung ab. Patrick Starke, der 74 Sekunden vor dem Ende nach einem Zuspiel von Max Lipp mit dem Rücken zum Tor einen Kempatrick artistisch vollendete, war mit zehn Treffern bester Altenholzer Torschütze. Im Rennen um die Meisterschaft bleibt Altenholz hinter Tarp-Wanderup punktgleich auf dem zweiten Platz.
Schon vor dem Anwurf war vielen Zuschauern klar, dass es eine völlig andere Partie werden würde als in der Hinrunde, als einige Altenholzer verletzungsbedingt gefehlt hatten. Auf der Beckdorfer Auswechselbank saßen gerade einmal zwei Feldspieler, was auch Petersen nicht verborgen blieb. Frühzeitig rotierte er auf allen Positionen, die Gäste mussten sich permanent mit neuen Gegenspielern auseinandersetzen. „Mannschaften, die mit so wenig Personal anreisen, schlägt man ab der 40. Minute. Mit Nick Weber hatten wir außerdem einen Super-Torwart hinten drin“, lobt der Trainer seinen Schlussmann, der 24 Würfe der Beckdorfer parierte. Petersen begann mit Fynn Ranke am Kreis, und der Youngster rechtfertigte das in ihn gesetzte Vertrauen: Nach neun Minuten (6:3) hatte Ranke bereits dreimal getroffen. Nur beim 7:6 (12.) kam kurzzeitig so etwas wie Spannung auf, doch bis zur Pause führten die „Wölfe“ schon mit 17:12. Bereits jetzt schienen die Gäste dankbar für die Verschnaufpause zu sein.
Nach dem Seitenwechsel ließen Kraft und Konzentration auf Seiten der Beckdorfer früh nach, Petersen musste gar nicht erst bis zur 40. Minute warten. Bereits in der 37. Minute war der Vorsprung auf acht Tore (22:14) angewachsen, bereits jetzt zeichnete sich ein Debakel für die Gäste ab. Bei den Gästen war Versakovs der einzige, der hin und wieder aus dem Rückraum sein Können aufblitzen ließ, wenn dann doch mal ein Gegner vor dem Altenholzer Tor auftauchte, prallte der Ball wie bei Henning Scholz‘ völlig freiem Versuch (48.) an einer Wand namens Weber ab.
Bei den „Wölfen“ trugen sich insgesamt elf Spieler in die Torschützenliste ein, darunter auch Fridtjof Koslowski und Christoph Reinert (TSVA II), die beide Drittligaluft schnuppern durften. „Es freut mich für Christoph, dass er sein erstes Tor machen konnte“, so Petersen. Als dann Starke per Kempatrick den Schlusspunkt setzte, kannte der Jubel auf Tribüne, Bank und Parkett keine Grenzen mehr.
Freuen können sich die Fans der „Wölfe“ auf den ersten Neuzugang für die kommende Saison. Vom SC Magdeburg II wechselt Ex-Jugendnationalspieler Marius Kastening (20, RM) nach Altenholz. (Quelle: http://www.shz.de)

Mit 37:19 den Anschluss an Tarp gehalten

Die HSG Tarp-Wanderup hatte spektakulär vorgelegt, der TSV Altenholz zog in beeindruckender Manier nach: Die Mannen von Trainer Klaus-Dieter Petersen siegten in einer überzeugenden Partie gegen den SV Beckdorf mit 37:19 (17:12). Der TSVA zog damit erneut nach Punkten mit dem Tabellenführer (direkter Vergleich!) der Dritten Handball-Bundesliga gleich. Von Felix Haas
Beim Aufwärmtraining staunten einige Fans des TSVA nicht schlecht. Die Gäste aus Beckdorf reisten im wahrsten Sinne des Wortes dezimiert an. Nur zehn Spieler konnte Trainer Lars Damman in der Meschkat-Halle aufbieten. Im Hinspiel unterlagen die „Wölfe“ – damals selber stark ersatzgeschwächt – knapp mit 35:36. Die Zeichen standen also auf Revanche.
Kurz vor Beginn der Begegnung wurde den knapp 300 Zuschauern in Altenholz das Ergebnis aus Tarp verkündet. Die HSG hatte die Füchse Berlin II mit einem deutlichen 36:29 auf den Heimweg geschickt. Wer dachte, dass der TSVA daraufhin mit einem Feuerwerk in die Begegnung starten würde, sah sich getäuscht. Behutsam, konzentriert und kontrolliert spulte der TSVA seine Angriffe ab. Kreisläufer Fynn Ranke hielt die „Wölfe“ mit vier Treffern auf Kurs (8:6/12.). Kurz vor der Pause zog der TSVA das Tempo an, ging mit einem komfortablen 17:12 in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel hielten die Konzentration hoch und spielten sich in einen Rausch. Beckdorf ging die Puste aus. In der letzten Minute sorgten Max Lipp und Patrick Starke für stehende Ovationen: Lipp bediente Starke per Kempa-Trick, Starke verwandelte im Rückwärtsfallen flach ins Eck – sein zehnter Treffer.
Klaus-Dieter Petersen hatte eine Menge Spaß an seiner Mannschaft: „Genau so spielt man gegen ein Team mit wenig Personal. Das schlägt man nicht in den ersten 30 Minuten“, sagte der Coach nach Spielschluss, „gut, dass wir die Konzentration bis zum Ende hochgehalten haben, so kamen die Zuschauer auch auf ihre Kosten.“ Bemerkenswert: Bis auf den Abwehr- Recken Sebastian Opderbeck erzielte jeder Feldspieler mindestens ein Tor. Auch Nachwuchs-Mann Christoph Reinert. Petersen: „Ich freue mich für Christoph, er hat unter der Woche sehr gut trainiert, und er hatte seine Chance verdient.“ Ein bärenstarkes Spiel lieferte auch Nick Weber im Tor. 25 Paraden standen für ihn zu Buche.
In den letzten vier Spieltagen wird der Titelkampf zu einem Nordduell zwischen Tarp und dem TSVA. „Ich schaue nur auf meine Mannschaft“, erklärte Petersen, „wir haben noch schwere Spiele in den nächsten Wochen. Auf Usedom muss man erstmal gewinnen. Und dann kommt mit Springe die beste Rückrundenmannschaft zu uns. Da“, so Petersen, „kann man sich auf ein schönes Spiel freuen.“ (Kieler Nachrichten / Felix Haas)

TSV Altenholz: Weber (24 Paraden) – Lipp (3 Tore), Calvert (1), Drecke (3), Opderbeck, Schwarz (1), Reinert (1), Dahmke (4), Wegner (3/2), Ranke (7), Starke (10), Röder (2), Koslowski (2).

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