Handball · Sport · THW Kiel · TSV Altenholz

Der Professionalität einen Schritt näher

Moritz Krieter
Moritz Krieter

Zukunft der THW-Talente Firnhaber und Krieter vielversprechend

Eine erfolgreiche Saison liegt hinter dem Handballnachwuchs des THW Kiel. Das Juniorteam steigt als Oberligameister in die dritte Liga auf, die B- und C-Jugenden wurden Vizemeister in ihren Spielklassen, und die A-Jugend sicherte mit ihrem fünften Platz in der Bundesliga zum dritten Mal in Folge den Startplatz für die höchste Jugendspielklasse. Dafür gibt es Lob von ganz oben im Verein. „Ich bin begeistert, dass sie die Qualifikation geschafft haben“, sagt THW-Manager Klaus Elwardt, der von Zeit zu Zeit auch selbst auf der Tribüne der Helmut-Wriedt-Halle Platz nahm und die jungen Talente sichtete. „Als beste Mannschaft Europas haben wir eine Vorreiterrolle“, sagt er, „die jungen Spieler wollen zu uns, und wir müssen sie nach vorne bringen.“ Dem Verein sei es sehr wichtig, mit den Jugendmannschaften in den höchsten Spielklassen vertreten zu sein. Eine Anforderung, die das Jugendzertifikat der HBL ohnehin stellt. Erfüllen die Klubs die Auflagen für das Zertifikat nicht, müssen sie eine Strafzahlung leisten. Diese beträgt ein Prozent der Jahresbruttolohnsumme von Spielern und Trainern. Der finanzielle Aufwand, um die vom Jugendzertifikat geforderten Strukturen zu schaffen, sei um ein vielfaches höher, so Elwardt. „Aus rein kaufmännischer Sicht würde ich mich hinsetzen und gar nichts mehr tun“, sagt er. Der THW als Aushängeschild des Handballs habe jedoch auch eine soziale Aufgabe. Die Kieler entschieden sich also, auf den eigenen Nachwuchs zu setzen. „Das ist wie bei den Bauern“, sagt AJugend-Trainer „Pitti“ Petersen, „man muss erst Felder beackern, dann sähen und irgendwann kann man ernten.“
Zehn Spieler, die im Laufe der Saison unter seiner Aufsicht in der A-Jugend gereift sind, stehen jetzt auf der Schwelle zum Herrenbereich. „Sie werden nun die nächsten Schritte machen und ihren Platz in Altenholz, beim THW II, in der dritten Mannschaft oder in den umliegenden Vereinen wie Preetz oder Kronshagen finden“, sagt Petersen. Aus seinem aktuellen A-Jugend-Kader sieht er vor allem für Moritz Krieter und Sebastian Firnhaber eine vielversprechende Zukunft. „Sie haben das Potenzial, in die Erste oder Zweite Liga zu kommen.“ Firnhaber wagt den Sprung bereits zur nächsten Saison. Am Wochenende entschied er sich für den Wechsel zum TSV Altenholz, der für die Zweite Bundesliga gemeldet hat. Per Zweitspielrecht wird der 19 Jährige dem THW II erhalten bleiben. Angesichts des Endes seiner Jugendspielzeit verspürt Firnhaber ob dieser Aussichten keinerlei Wehmut. Im Gegenteil: „Ich bin total gespannt auf den Herrenbereich und freue mich, dass ich dem Schritt Richtung Professionalität Stück für Stück näher komme“, sagt er. Obwohl oft hochgelobt bleibt der 19-Jährige bodenständig. Eines Tages der ersten Mannschaft des THW Kiel anzugehören sei vorerst nur ein Traum. „Aber ich hoffe, dass es noch die eine oder andere Chance geben wird, mich bei Alfred Gislason vorzustellen.“ Dass ein Eigengewächs irgendwann in die Sparkassen-Arena aufläuft, hält Klaus-Dieter Petersen nicht für abwegig: „Wir haben Spieler, die in den nächsten Jahren das Potenzial haben, auch für den THW antreten zu können.“ (Kieler Nachrichten vom 08.05.2013 – Merle Schaack)

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s