Handball · Sport · TSV Altenholz

Ausgelassene Aufstiegssause in Altenholz

Altenholz_Feier

Mit einer Kamera statt der Grünen Karte stand Klaus-Dieter Petersen fernab des großen Trubels am Spielfeldrand und hielt den Moment für die Ewigkeit fest. Im Fokus hatte der Trainer des Handball-Drittligisten TSV Altenholz seine eigene Mannschaft, die den Aufstieg in die 2. Bundesliga mit den 530 Fans in der Edgar-Meschkat-Halle ausgelassen feierte.

Vorangegangen war ein souveräner 28:19 (12:10)-Erfolg gegen den Oranienburger HC am letzten Spieltag einer Saison, in der die Altenholzer „Wölfe“ nur aufgrund des verlorenen direkten Duells mit der HSG Tarp-Wanderup die Meisterschaft verpassten. Das alles war eine gute halbe Stunde nach Spielschluss aber längst vergessen, spätestens, als „Pitti“ bei der traditionellen Saisonabschluss-Grillfeier draußen vor der Halle in altbewährter THW-Manier mit den Fans die ersten Partylieder anstimmte.

Die Mannschaft präsentierte nach einer schnellen Duschrunde die Aufstiegs-T-Shirts – der Slogan „Danke Opa“ auf dem schwarz-gelben Dress galt dabei dem finanziellen Wegbereiter des Zweitliga-Märchens, Manager Peter Linke. Als sportlich Verantwortlicher dankte Petersen nicht nur seinem Trainerteam Dirk Elvers (Torhüter) und Jörn Redlin (Mental), sondern auch seinem Vor-Vorgänger: „Torge Greve hat eine Mannschaft zusammengestellt, charakterlich stark, willig und bissig. In gewisser Weise ernte ich jetzt die Früchte.“ Wie kaum ein anderes Team der Liga habe sich Altenholz in der abgelaufenen Spielzeit durch Flexibilität und Variabilität ausgezeichnet. „Wir haben zehn Spieler mit 60, 70 Toren“, lobt Petersen den Entwicklungssprung seiner jungen Mannschaft. So trugen sich auch gegen Oranienburg wieder neun Spieler in die Torschützenliste ein, am erfolgreichsten waren Rune Dahmke und Mathis Wegner mit je sechs Treffern.

Technische Fehler, Fahrkarten und starke Torhüterparaden prägten die Anfangsphase – auf beiden Seiten. Die Folge war ein zähes 4:4 (14.). Nach Patrick Starkes 12:8 (28.) war eine deutliche Halbzeit-Führung zum Greifen nah, doch zwei Treffer des starken OHC-Linksaußen Christian Ramm ließen die Gäste wieder hoffen.

Doch diese Hoffnung mussten die Brandenburger bereits zu Beginn der zweiten Hälfte begraben. Beim 19:11 (40.) war das ungleiche Duell entschieden. Längst gewährte Petersen auch seiner „zweiten Reihe“ Einsatzzeit, ein Bruch im Spiel war dennoch nicht zu erkennen. Auch dann nicht, als Nick Weber den starken Florian Hossner im Tor (17 Paraden) ablöste. Youngster Fynn Ranke sorgte mit einem Doppelschlag für die erste Zehn-Tore-Führung (24:14, 51.). Nach dem Abpfiff folgte dann ausgelassener Jubel in Gelb und Schwarz, der erst in den Morgenstunden endete.

Freuen können sich die „Wölfe“ nach dieser erfolgreichen Saison nicht nur auf die Saisonabschlussfahrt nach Mallorca. Eine ganze Reihe an Höhepunkten wartet auf Spieler, Trainer und Fans in der kommenden Saison, wie Kapitän Sebastian Opderbeck erklärt. „Highlights sind Spiele gegen Mannschaften wie Großwallstadt oder das Wiedersehen mit den alten Weggefährten Torge Greve in Bad Schwartau oder Moritz Weltgen in Erlangen. Doch auch die Spiele in den großen Hallen sind genau das, wovon jeder Handballspieler träumt.“

Als neuer Gegner wird Christian Schwarz auf seine alten Teamkollegen treffen – mit seinem neuen Verein VfL Bad Schwartau. Verlassen wird die „Wölfe“ auch Lukas Stürze, der beruflich nach Hamburg zieht. Als Neuzugänge stehen bislang Thies-Jakob Volquardsen (SG Flensburg-Handewitt II), Marius Kastening (SC Magdeburg II) und Sebastian Firnhaber (THW Kiel II) fest. (Quelle:shz-online.de)

TSV Altenholz: Hossner (1.-49., 17 Parden), Weber (ab 49., 3 Paraden) – Lipp (1 Tor), Calvert (3), Drecke (2), Schwarz, Reinert (1), Dahmke (6), Köpke (1), Wegner (6/1), Ranke (4), Starke (4), Koslowski.

Oranienburger HC störte die Party nicht

28:19 – Altenholz verabschiedete sich mit einem deutlichen Sieg in die Zweite Handball-Bundesliga. Gelungener Saisonabschluss für die Handballer des TSV Altenholz. In ihrem letzten Drittliga- Spiel besiegten die „Wölfe“ den Oranienburger HC mit 28:19 (12:10) und feierten anschließend mit ihren Fans die erfolgreiche Saison, gekrönt vom Aufstieg in die Zweite Handball-Bundesliga. Die Gäste aus Brandenburg hatten sich offenbar vorgenommen, die Altenholzer Partystimmung nicht zu trüben. Von Beginn an war der TSV ihnen spielerisch überlegen, ging schnell mit 3:1 in Führung. Die Oranienburger agierten im Angriff wenig inspiriert. Gleichzeitig stellte der TSVA einmal mehr eine solide Abwehrreihe und zwang das Team um Kapitän Tim Fröhlich zu vielen Fehlern. Kam doch einmal ein Ball aufs Tor, konnten sich die „Wölfe“ auf Florian Hossner zwischen den Pfosten verlassen, der mit insgesamt 16 Paraden glänzte und sein Team in Front hielt, als auch der TSVA im Angriff zu schwächeln begann. Besonders aus dem Rückraum mangelte es dem Team von Trainer „Pitti“ Petersen anfangs an Durchschlagskraft. So konnten die Gäste, angeführt von Christian Ramm (acht Tore), das Spiel bis zur Halbzeit offen halten. Doch nach Wiederanpfiff drehten die „Wölfe“ auf, zogen mit vier Toren in Folge auf 16:10 davon. Die Vorentscheidung. Der Rest war Schaulaufen. Petersen gab jedem seiner Spieler Einsatzzeiten, darunter auch Christoph Reinert aus dem eigenen Nachwuchs, sowie dem scheidenden Christian Schwarz (wechselt zum VfL Bad Schwartau). Neben Schwarz waren vor Spielbeginn auch Uwe Kalski (verletzungsbedingtes Karriereende) und Lukas Stürze verabschiedet worden. Stürze zieht es beruflich nach Hamburg, wo er fortan für den HSV II in der Oberliga auflaufen wird. Trotz der Abschiede überwog nach dem Schlusspfiff bei allen die Freude. Rune Dahmke stimmte ein gemeinsames „Humba Täterä“ an und gab danach mit heiserer Stimme zu Protokoll: „Wir freuen uns alle, dass die Saison jetzt vorbei ist. Teilweise war sie mit so vielen Verletzten ziemlich hart. Uns ist bewusst, dass die Zweite Liga einen noch viel größeren Aufwand bedeutet, aber wir freuen uns darauf!“ Beim gemeinsamen Grillen mit den Fans analysierte Petersen die Saison. Die solide Abwehr sei die Altenholzer „Versicherung über die Saison“ gewesen. Anschließend stimmte er das Altenholzer „Hammer- Lied“ an und gab gut gelaunt als Schlachtplan für Liga zwei aus: „Wir werden wie die Freibeuter auf Fahrt gehen und Punkte in fremden Hallen holen.“ Quelle: Kieler Nachrichten – scha

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