Handball · Klaus-Dieter Petersen · Pitti Petersen · TSV Altenholz

Petersen-Schützlinge auch gegen Essen chancenlos

Das Abenteuer Zweite Handball-Bundesliga findet für den TSV Altenholz mit dem letzten Saisonspiel am 25. Mai ein vorläufiges Ende. Am Rande der Partie gegen TuSEM Essen, das die Altenholzer gestern mit 23:38 (13:20) verloren, erklärte TSVAManager Peter Linke, dass der Verein für die kommende Saison keine weitere Lizenz für die eingleisige Zweite Liga beantragen wird. Das allerdings schließe nicht aus, dass bei einem Aufbau entsprechender Strukturen in ein paar Jahren ein neuer Anlauf auf das Unterhaus der Bundesliga genommen wird. Von Ralf Abratis

In der vergangenen Woche hatte Peter Linke mit dem wirtschaftlichen Umfeld des Wölfe- Teams intensive Gespräche geführt. Die Entscheidung über den Verzicht auf einen weiteren Lizenzantrag war dabei nicht unumstritten, aber angesichts der sportlichen Situation mit dem aktuell letzten Tabellenrang wollte man nicht das Risiko eingehen, die Kosten in Höhe von 6000 Euro für den Antrag zu versenken. Denn diese Gebühr würde auf jeden Fall verloren gehen, auch wenn sich der TSVA gar nicht für die Zweite Liga qualifizieren sollte. „Sportlich ist der Abstieg nur noch schwer zu vermeiden. Aber wir hätten uns mit dem Lizenzantrag natürlich die Hintertür offenhalten können, falls einige Teams keine Lizenz erhalten“, bekundete Linke. „Aber das Geld können wir sicherlich besser einsetzen.“ Das eine Jahr in der Zweiten Liga sei dennoch kein verlorenes, so Linke: „Wir freuen uns, den Jungs diese Erfahrung ermöglicht zu haben. Wir mussten aber auch feststellen, dass die Anstrengungen riesig sind und wir den Spielern keine adäquaten Rahmenbedingungen, die in der Zweiten Liga notwendig sind, bieten konnten. Die langen Busfahrten gehen an die Substanz.“

Anders aber als die HSG Tarp-Wanderup, gegen die am 19. Oktober einer von bisher vier Siegen gelang, wird der Spielbetrieb nicht eingestellt. „Der TSV Altenholz bleibt schuldenfrei und wirtschaftlich gesund. Wir freuen uns auf die restlichen Spiele in dieser Liga“, sagt Linke. Anreize, sich zu präsentieren, gibt es für das Team genug. Denn auf der Liste der künftigen Gegner stehen noch große Handball- Namen. Und auch die Prämienvereinbarungen für Punktgewinne und Siege bleiben bestehen. Zudem versteht der Verein den Verzicht nicht als generelle Absage an die Zweite Liga. Die Erfahrungen dieses Jahres sollen in den neuen Strukturaufbau fließen, mit den Spielern haben Linke und Trainer Klaus-Dieter Petersen bereits Gespräche für die kommende Spielzeit geführt. Und für den TSVA spricht das solide Wirtschaften abseits überhöhter Versprechungen.

Das gestrige Spiel stand noch nicht unter dem Eindruck der Verzichtsnachricht. Die Spieler wurden erst im Anschluss an die Partie informiert. Eine Hiobsbotschaft gab es dennoch vorweg. Spielmacher Mathis Wegner humpelte auf Krücken in die Halle. Er hatte sich im Abschlusstraining eine Knöchelverletzung zugezogen. Die Altenholzer gerieten von Beginn an ins Hintertreffen, wussten die kompakten Essener, bei denen Kreisläufer Andre Kropp die Abwehr allein in der ersten Hälfte achtmal narrte, nicht zu stoppen. Beim 4:11 (15.) deutete sich ein Debakel an. Die Überlegenheit der abgebrühten Gäste war in jeder Phase deutlich. Und bis zum Ende nahm die Niederlage demoralisierende Ausmaße an. (Quelle: Kieler Nachrichten –Ralf Abratis)  

TSVA: Hossner (1.-16. und ab 48. Minute, 6 Paraden), Weber (16.-48., 6) – Lipp 4, Calvert, Drecke 1, Opderbeck, Boldt 1, Köpke 3, Ranke 2, Firnhaber 2, Voigt 3, Starke 4, Röder 3, Abelmann-Brockmann.

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