Handball · Klaus-Dieter Petersen · Pitti Petersen · THW Kiel

U19 überzeugt beim EUROGOLDCUP

U19PforzheimUnsere U19-Zebras traten am vergangenen Wochenende überaus erfolgreich beim (dank des FC Barcelona) international besetzten Eurogoldcup an. Zwar haderten die Jungzebras nach ihrem zweiten Platz zunächst etwas mit dem ungeliebten Vize-Titel, nichtsdestotrotz blieb aber festzuhalten, dass die wohl größte Standortbestimmung vor dem Start des Bundesligabetriebs (26. September) absolut geglückt war und auf große Taten hoffen lässt.

Bereits Freitagfrüh waren die Kieler per Bahn nach Pforzheim gereist und kamen mit knapp zweistündiger Verspätung am Spielerhotel an. Eine kleine Mahlzeit später wurde noch eine abendliche Trainingseinheit absolviert, ehe dann am Sonnabend der Turnier-Ernst beginnen sollte.

Mit dem Ligakonkurrenten „Füchse Berlin“ stand bereits in der Auftaktpartie ein schwerer Brocken auf dem Spielplan, der ein brisantes Derby versprach. Von Beginn an präsentierten sich die Kieler aber hellwach und bewiesen, dass sich die harte Trainingsarbeit der vergangenen Wochen gelohnt hat. Mit einer aggressiven und standfesten 6:0-Abwehr zogen die Jungzebras ihrem Kontrahenten den Zahn und siegten „vollkommen verdient“mit 13:7, wie der hochzufriedener Zebra-Coach Michael Haß konstatierte.

Mit der TSG Friesenheim stand den Kieler Jungs im zweiten Spiel ein starker Gegner aus der Bundesligastaffel Ost gegenüber, einen 9:13-Rückstand in der 25.Spielminute drehten die Zebras mit großer Moral und bei Hallentemperaturen im deutlichen Fieber-Bereich. Am Ende stand ein Remis zu Buche, das den Kielern auf Grund gegnerischer Resultate bereits den Einzug ins Halbfinale sicher sollte.

So war es wenig verwunderlich, dass im letzten Gruppenspiel gegen die Rhein Neckar Löwen die „Luft ein wenig raus war“, für den Einbruch seiner Jungs hatte Michael Haß allerdings größtes Verständnis und haderte kaum damit, dass aus einem eigenen 9:6-Vorsprung ein 18:14-Sieg für den Gegner wurde.

Zum internationalen Showdown kam es dann am Sonntag: THW KIEL vs. FC BARCELONA lautete die verheißungsvolle Halbfinal-Paarung und beide Klubs wurden ihrem guten Ruf mehr als gerecht. „Barcelona ist eine absolute Spitzenmannschaft mit einer extrem offensiven Abwehr“, so Haß über die „spanische 5:1-Formation“, die bereits am Vortag ausgekundschaftet wurde. „Wir haben uns ein paar Sachen überlegt und haben auch Spielzüge im Repertoire, die eine derart offensive Abwehrvariante aushebeln können“, so Haß. Selbst der später gekürte „MVP“ in spanischen Reihen vermochte es nicht im Alleingang, Überhand über die Kieler zu gewinnen. Das Spiel wogte hin und her, kein Team konnte sich in den 30 Minuten Spielzeit absetzen, sodass es nicht nur nach der regulären Spielzeit remis stand, sondern auch nach weiteren fünf Minuten, in der beide Seiten in einer echten Abwehrschlacht jeweils nur ein gegnerisches Tor zuließen – das Match sollte im Siebenmeterwerfen entschieden werden!

Keeper Tim Wendt war es dann vorbehalten, den finalen Nadelstich zu setzen, in dem er dem zweiten spanischen Siebenmeter-Schützen seinen Wurf abkaufte und so zum Matchwinner avancierte. „Mehr geht nicht“, freute sich Michael Haß: „Barcelona hat in der Gruppenphase seine Gegner teilweise in Grund und Boden gespielt. Dass wir dieses Klasse-Team schlagen konnten gibt viel Selbstbewusstsein für die bevorstehende Saison!“

Das Finale gegen die am Vortag besiegten Füchse endete denkbar knapp mit 13:14 für die Berliner, der finale Wurf (und somit die letzte Chance für eine Verlängerung) von Lucas Firnhaber wurde vom Füchse-Keeper „spektakulär aus dem Winkel gekratzt“ (Haß.). Zu viele technische Fehler und Unkonzentriertheiten auf Kieler Seite ließen zwar die Gegner jubeln, den tollen Eindruck, den die THW U19 in Pforzheim hinterlassen hat, konnte die Niederlage allerdings nicht wett machen.

„Das war echt großartig“, fasste Michael Haß knapp zusammen und lobte die beste Platzierung seines Teams, das jemals beim renommierten Eurogoldcup erreicht wurde.

Entscheidenden Anteil hatte nach Haß‘ Auffassung vor allem Timon Kaminski, der 24 Tore beisteuerte – dicht gefolgt von Shooter Lucas Firnhaber mit 23.

„Timon war überragend, die Mannschaftsleistung klasse – wir (das Trainerteam Michael Haß/ Pitti) freuen uns riesig auf die Saison!“ (THW Kiel – Anja Kühl)

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