Deutscher Handballbund · Handball · Klaus-Dieter Petersen · Pitti Petersen

„Ein richtig gutes Turnier gespielt“ – die deutsche Bilanz der U21-WM

Die U21-Weltmeisterschaft in Algerien ist seit Sonntag Geschichte, die deutsche Mannschaft erreicht am heutigen Montagabend wieder deutschen Boden. Mit an Bord die Gewissheit, dass sie in der Weltspitze sind, die beeindruckende Zahl von sieben Siegen in Folge, aber auch die traurige Erkenntnis, dass es in den entscheidenden Spielen gegen Spanien (21:26 im Halbfinale) und Frankreich 22:23 im Spiel um Platz drei nicht ganz zur erhofften Medaille gereicht hat.

Ein Jahr nach der Silbermedaille bei der U21-Europameisterschaft – seinerzeit nach einem Halbfinalerfolg gegen Frankreich und einer Finalniederlage gegen den frisch gebackenen U21-Weltmeister Spanien nach Verlängerung – wurde die DHB-Auswahl in Algier Vierter.

Dank ihres Torwarts Xoan Ledo hatten sich die Spanier indes erstmals in dieser Altersklasse den WM-Titel gesichert – nach zuvor insgesamt vier verlorenen U21-Finals. Gegen Dänemark mussten die Spanier am Sonntagabend aber in die Verlängerung, bis der 39:38 (34:34, 18:16)-Erfolg feststand. Zum zweiten Mal in Folge verlor Dänemark somit ein U21-WM-Finale, nachdem man 2015 gegen Frankreich das Nachsehen hatte.

Und auch bei der DHB-Auswahl regierte zunächst die Enttäuschung: „Leider Gottes hat es nicht gereicht“, sagte DHB-Trainer Erik Wudtke vor dem Rückflug: „Auch in den beiden letzten Spielen haben die Jungs alles gegeben, auch wenn sie verloren haben. Sie haben immer Moral bewiesen und waren am Finalwochenende voll motiviert. Es dauert jetzt etwas, bis alle realisiert haben, dass wir in Algerien ein richtig gutes Turnier gespielt haben. Schließlich gehören wir zu den vier besten Teams in der Welt. Ich hoffe, dass wir den DHB würdig vertreten haben. In den vergangenen zwei Jahren haben die Jungs eine erfolgreiche Zeit gehabt.“

In Sachen Statistik war Lukas Mertens – einziges deutsches All-Star-Team-Mitglied – auch der beste Werfer der DHB-Auswahl mit 41 Treffern. Damit landete der Magdeburger auf Platz 13 der Gesamt-Torschützenliste, die vom dänischen Turnier-MVP Lasse K. Moeller und dem Tunesier Skandar Zaied (beide 76 Treffer) angeführt wird. Gleich hinter Mertens sind Marian Michalczik (40 Tore) und Lars Weissgerber (39) notiert. Auch Franz Semper (36) und Johannes Golla (33) liegen über der 30-Tore-Marke.

Michalczik war indes der beste Deutsche in der Assists-Wertung, der Mindener steuerte 19 Torvorlagen bei. Mertens ist die Nummer eins in Sachen Ballgewinne der gesamten WM, auf sein Konto gehen 14 „Steals“. In der Torhüterwertung belegt Joel Birlehm mit 67 Paraden und einer Quote von 34 Prozent den zehnten Platz. Stefan Hanemann kommt auf 38 gehaltene Bälle.

Mit ihren 51 Treffern beim Vorrundensieg gegen Chile (51:25) sorgte die DHB-Auswahl für den Torrekord der WM, am Ende stand eine Gesamt-Tordifferenz von 286:226 zu Buche. Die längsten Einsatzzeiten bei der WM hatten die Außen Mertens (8:06 Stunden) und Weissgerber (8:04 Stunden), gefolgt von Golla (6:55), Michalczik (6:42) und Semper (6:38).

Während die Spieler nun wieder zu ihren Klubs zurückkehren, beginnt bald für das Trainerduo Erik Wudtke/Klaus-Dieter Petersen der Aufbau einer neuen Junioren-Nationalmannschaft. Mit großem Interesse wird das Gespann daher sicher die Spieler der U19-Weltmeisterschaft im georgischen Tiflis verfolgen (7. bis 20. August), denn vorrangig aus diesen Spielern wird sich das Team rekrutieren.

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