Deutscher Handballbund · Handball · Klaus-Dieter Petersen · Pitti Petersen · THW Kiel

Auswärtserfolg bei Grüppenbühren/Bookholzberg

Die A-Jugend-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg haben ihr erstes Bundesliga-Heimspiel verloren. Sie unterlagen am Sonntag dem THW Kiel mit 22:40 (9:18). In der ausverkauften Halle am Ammerweg feierten 310 Zuschauer die beiden Mannschaften.

Das Ergebnis mag einen anderen Eindruck erwecken, doch die Heimpremiere der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg in der A-Jugend-Bundesliga darf „eindrucksvoll und gelungen“ genannt werden. 310 Zuschauer sorgten auf der ausverkauften Tribüne in der Halle am Ammerweg für einen absolut würdigen Rahmen – und für eine wahrlich erstklassige Atmosphäre. Im THW Kiel war dazu am Sonntag der Nachwuchs des deutschen Handball-Rekordmeisters angereist. Dessen Trainer, der 340-fache Nationalspieler Klaus-Dieter Petersen, setzte nach dem Schlusspfiff mit einer spontanen Idee das sichtbare Zeichen dafür. Er fing seine Spieler, die einen 40:22 (18:9)-Sieg feierten, nach der Verabschiedung von den Schiedsrichtern und den Gastgebern noch am Mittelkreis ab, holte alle HSG-Spieler dazu und ließ ein gemeinsames Foto machen. „Das ist Jugendhandball“, erklärte Petersen, „der sollte nicht immer nur ernst genommen werden.“ Außerdem hätten sich die Kieler in Bookholzberg sehr wohlgefühlt: „Wir fanden es hier sehr sympathisch. Die Fans haben beide Mannschaften gut unterstützt.“

THW-Trainer Klaus-Dieter Petersen lobt seine Abwehr

In seinem Fazit des sportlichen Geschehens nahm Petersen die HSG zunächst erneut mit. „Wir haben ein gutes Jugend-Bundesligaspiel gesehen“, sagte er. „Meine Mannschaft ist gut gestartet und hat sich mit einer starken Torwart- und Abwehrleistung schnell abgesetzt.“ Mit dem Vorsprung im Rücken habe sie bis zum Ende konzentriert und gut weitergespielt. Erfolgreichster Werfer war Rückraumspieler Felix Stiller, der zehn Tore (vier Siebenmeter) erzielte.

HSG-Coach Stefan Buß lobt Moral seiner Spieler

HSG-Trainer Stefan Buß fand die Niederlage seines Teams, für das der Halblinke Kian Kruse sechs Treffer warf, natürlich verdient. „Sie ist aber um sechs Tore zu hoch“, sagte er. „Wir haben einfach einige klare Dinger nicht gemacht.“ Er lobte aber die gute Moral seiner Spieler: „Sie haben nie aufgesteckt, das war klasse.“

Kiel zwingt HSG-Angreifer in schlechte Wurfpositionen

Die Kieler, die körperlich klar überlegen waren, machten dem HSG-Angriff mit ihrer 6:0-Defensivformation das Torewerfen von der ersten Sekunde an sehr, sehr schwer. In dieser verschoben sie geschickt und schnell. Die THW-Aktiven waren zudem immer wieder rechtzeitig beim ballführenden Spieler der HSG, um so deren Spielzüge zu unterbrechen. Die HSG-Angreifer mussten daher ständig neu aufbauen und wurden oft gezwungen, aus schlechten Positionen abzuschließen. Fast alle dieser Würfe parierte der starke THW-Torwart Jesko Usinger, der außerdem regelmäßig gegen frei vor ihm auftauchende HSG-Spieler glänzende Paraden zeigte.

Grüppenbühren/Bookholzberg wirft sieben Minuten lang kein Tor

Usinger war maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Kieler von Beginn an vorn lagen. Die HSG-Defensive, die ebenfalls in der 6:0-Aufstellung agierte, funktionierte während der ganzen Partie recht gut, wenn sie gegen Kieler Positionsangriffe verteidigen konnte. Mit ihr hielt sich Grüppenbühren/Bookholzberg zunächst auf Tuchfühlung. Das Team lag nach 17 Minuten und einem Treffer von Piet Gerke, der in der zweiten Halbzeit nach einem unglücklichen Zusammenprall in der THW-Deckung mit einer Platzwunde ausschied, mit 6:9 zurück. Das war allerdings fast sieben Minuten lang das letzte Mal, dass sich die Zahl auf der HSG-Seite der Anzeigetafel vergrößerte. Die Ballverluste und Fehlwürfe der Gastgeber bestraften die Kieler mit Gegenstößen. Ihr 6:0-Lauf war schon die Entscheidung. „Der bricht uns das Genick“, meinte Buß. Zur Pause lag sein Team mit 9:19 zurück.

HSG gibt sich nie auf

In der zweiten Halbzeit war der HSG anzumerken, dass die starke Abwehrarbeit, die die Kieler leisteten, Eindruck hinterließ. Und dass es mächtig Kraft kostete, immer wieder gegen so ein Bollwerk anzurennen. Patzer im Spielaufbau und überhastete Würfe häuften sich. Der THW-Express raste über ein 28:13 (41.) bis zum 40:22 davon. „Wir werden weiter trainieren und aus diesem Spiel lernen“, sagte Buß. Es gelte vor allem, die Zahl der individuellen Fehler drastisch zu verringern. „Dagegen kannst du nicht anrennen.“ Seine Mannschaft versuchte genau das trotz des hohen Rückstands bis zum Ende. Das und die gute Kieler Vorstellung, die das Team nach dem zweiten Spieltag zum Spitzenreiter machte, wurden vom Publikum honoriert. Es verfolgte die letzten 90 Sekunden stehend und rhythmisch klatschend. Schließlich fand dann auch Buß das erste Bundesliga-Heimspiel seiner Mannschaft, die er zusammen mit Andreas Müller betreut, trotz des Ergebnisses durchaus eindrucksvoll und gelungen: „Es hat tierisch Spaß gemacht.“ (Quelle: https://www.noz.de/)

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